Milch, Macht und Mut zur Veränderung:

Shownotes

Annemarie „Anni“ Kaser kennt die Südtiroler Milchwirtschaft wie kaum eine andere. Im Podcast spricht die Direktorin des Sennereiverbandes über ihre Kindheit auf dem Bergbauernhof, ihren Weg in eine Männerdomäne, Frauen in Führungspositionen – und über die großen Herausforderungen der Milchwirtschaft: steigende Kosten, Bürokratie, den Rückgang der Milchbauernhöfe und die Zukunft kleiner Sennereien. Natürlich geht es auch um die Fusion von Mila und Brimi zum neuen „Milchhof Südtirol“.

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00:00:02: Naar dran gehen in die spannende Welt der Genossenschaften,

00:00:07: dem Podcast des

00:00:09: Reifeisenverbandes

00:00:10: Südtirol.

00:00:11: Heute mit Thomas

00:00:13: Hangi

00:00:15: Und heute direkt aus dem Senai verbannt Südturol mit einer Frau von der man wohl durchaus sagen kann dass sie die Milchwirtschaft fast schon mit der Muttermilch aufgesogen hat.

00:00:27: Direktorin Anne-Marie Kaser.

00:00:29: herzlich willkommen bei unserem Podcast.

00:00:31: Herzlich willkommen.

00:00:34: Kleinere Lieferanten steigen aus der Milchproduktion aus, die Kostenstruktur kann sicher ein Problem sein aber schlussendlich treffen alle Entscheidungen die Bauern und Bauern.

00:00:52: Anne wir haben uns ja aufs Du geeinigt.

00:00:54: du bist auf einem Bergbauernhof in Lüsen aufgewachsen jedenfalls zwischen Kühn- und Schurzchen wie du einmal im Interview gesagt hast.

00:01:02: wie stark hat dich diese Kindheit?

00:01:06: Meine Kindheit hat mich sehr stark geprägt und ich bin immer noch dankbar, dass sich in einem so guten und schonem Umfeld aufgewachsen.

00:01:16: Es gab damals noch kein Handy – wir haben im Wald gespielt, wir haben auf dem Hof gespielt.

00:01:21: Wir haben uns durch die Welt neu geschaffen.

00:01:24: Wir durften, sobald wir Beine und Hände bewegen konnten, durften und mussten wir mithelfen.

00:01:31: Das hat mir gut getan.

00:01:34: Dafür, wie gesagt, bin ich heute noch dankbar.

00:01:36: Das hat mich im Leben auch immer weitergebracht.

00:01:39: Gibt es etwas, woran du dich besonders erinnerst an diese Zeit auf dem Bergbauernhof?

00:01:46: Es gab keinen, das darf nur der junge tun und das darf das Mädchen tun.

00:01:50: Alle arbeiten waren für den geschaffen.

00:01:52: Je nachdem, wie groß man war oder wie viel Kraft man dafür gebraucht hatte, durfte man mithelfen.

00:02:01: Alles gelernt, besonders von der Mutter.

00:02:04: Der Vater war ja wenig zu Hause.

00:02:06: Ich habe auch gesehen wie viel die Frauen am Hof leisten.

00:02:11: Meine Mutter ist wirklich ein Vorbild für mich und sie war da, hat uns aber auch gelehrt was im Leben wichtig ist, auch der Vater.

00:02:21: Und das ist das denke ich, was mich bis jetzt geprägt hat.

00:02:25: War für dich eigentlich immer schon klar, dass du beruflich einmal etwas in der Landwirtschaft oder Milchwirtschaft machen würdest?

00:02:32: Oder war das mehr Zufall?

00:02:35: Ja ich weiß nicht genau ob es Zufalls war.

00:02:38: Ob es Bestimmung war.

00:02:40: Ich wollte eigentlich solange ich in einer Schule war immer irgendwas mit Literaturwissenschaften machen.

00:02:45: In meiner Schule war Deutsch mein Lieblingsfach und irgendwann habe ich mir gedacht na was kann ich mit Literaturen machen.

00:02:51: Eigentlich nur Lehrerinnen.

00:02:52: Das wollte ich aber überhaupt nicht.

00:02:54: Und dann habe ich mir gedacht, okay muss ich mir was anderes suchen.

00:02:57: und ich kann mich noch sehr gut erinnern.

00:02:59: Ich bin zu Hause in der Stube am Fensterwalken gesessen.

00:03:03: Wir hatten so eine sehr tiefe Fensterwalke im alten Haus und haben dort einen Studienführer angeschaut und der erste Beruf war agronom.

00:03:12: Ich lese das durch und denke mir oh diese Fächer sind alle sehr interessant.

00:03:16: das könnte ich ja machen!

00:03:18: Was für mich auch wichtig wäre sollte nicht in Innsbruck sein?

00:03:20: Ich wollte nicht so nahe bei Zuhause sein.

00:03:23: Das gab es nur in Wien damals.

00:03:25: Dann habe ich gesagt, das studiere

00:03:27: ich.".

00:03:27: So ist meine Entscheidung gefallen und dann bin ich in der Milchwirtschaft gelandet!

00:03:33: Wir kommen noch zurück auf dein Studium in Wynn.

00:03:36: Zuvor möchte ich noch an deinen Vater Franz Kassler erinnern.

00:03:40: Da war ja eine sehr prägende Persönlichkeit in der Scytola-Milchwirtschaft.

00:03:45: Was heißt du persönlich von ihm mitgenommen?

00:03:48: Und woran erinnerst Du Dich besonders gerne an

00:03:51: ihn?!

00:03:53: Mein Vater war sicher prägnet für die Gemeinde Lüß und auch für das Genossenschaftswesen.

00:04:00: Für meinen Vater war immer wichtig, dass alle miteinander gut arbeiten können.

00:04:05: Ich erinnere mich da immer gerne an seinen Ausspruch, den er getätigt hat.

00:04:09: Der Frieden hat seinen Preis aber ist immer günstiger als ein Krieg.

00:04:14: Und ich denke gerade im Moment wenn wir an diese Situation denken, die wir geopolitisch haben, ist dieses Thema heute noch ein sehr wichtiges Thema.

00:04:23: Er war wenig zu Hause, das ist sicher so.

00:04:26: Da ist meine Mutter auch sehr prägt aber doch hat er wirklich immer Visionen gehabt und hat immer geschaut was man in Zukunft besser machen kann.

00:04:35: Er hat immer über den Horizont geschaut noch im hohen Alter und das ist das was ich wirklich positiv in Erinnerung habe.

00:04:43: Du hast in Wien an der Boku studiert vom Bergbarnhof in die Großstadt.

00:04:48: Was hatte dich in der Studienzeit so am meisten beeindruckt?

00:04:52: Am meisten beeindruckt hat mich zu Beginn wirklich dieser Wechsel von diesen kleinen Dorfchenlüsen in die Welt statt.

00:04:59: Auch die Geschwindigkeit, die durchgeherrscht hat.

00:05:02: Das heißt mir jedes Mal aufgefallen, wenn ich zum Beispiel in den Weihnachtsferien zu Hause war und dann wieder nach Wien gekommen sind.

00:05:08: Da ist für mich gefühlt jeder gelaufen.

00:05:10: Er ist zur U-Bahn gelaufen, er ist zur Straßenbahn gelaufen Und automatisch habe ich mich auch an diese Geschwindigkeiten angepasst.

00:05:17: Für mich schön war es auch, einfach meinen eigenen Horizont zu öffnen und zu sehen dass es auch andere Welten gibt und ich denke das ist für jeden Menschen wichtig nicht nur das eigene zu sehen sondern auch andere Realitäten weil man einfach offener wird auch andere Entscheidungen treffen kann, andere Sichtweisen sieht.

00:05:36: Das hat mich schon sehr geprägt und klarerweise sind fünf Jahre Großstadt, wo man das Wissen aufsaugt von der Uni.

00:05:45: Man entwickelt sich ja weiter.

00:05:48: Und vor allem was ich sehr stark gelernt habe ist diese Selbstständigkeit.

00:05:52: Wenn ich etwas wollte entweder bin ich selber gegangen oder ich hab es nicht bekommen Und ich konnte nicht jemandem anstellen, für mich das zu tun.

00:06:00: Das war für mich genau genommen das Wichtigste, das durchzulernen.

00:06:03: Anders als jetzt im Sennereiverband, hier bist du ja schon seit über dreißig Jahren und seid genau zwanzig Jahre Direktorin damals als einzige Frau unter mehreren männlichen Bewerbern, wenn ich richtig informiert bin.

00:06:16: Wie schwierig war es da mal sich gegen diese oder gegen eine Männerriege durchzusetzen?

00:06:23: Ja, ich sage immer... Die Milchwirtschaft war damals schon sehr fortschrittlich denken.

00:06:28: Es war damals ja wirklich ein großer Schritt für eine rein männlich besetzte Führungsriege wie der Verwaltungsrat war, einer Frau das Vertrauen zu geben.

00:06:37: Das hat mich schon beeindruckt muss ich sagen und ich hoffe ich habe mir mein Bestes gegeben.

00:06:41: also Milchwirtschaft ist mein Steckkämpferd weil es immer schon ist meine Leidenschaft.

00:06:47: auch nach so vielen Jahren ist da immer wieder was Neues und die Leidschaft hat nicht aufgehört.

00:06:53: Eben, du leitest ja eine Organisation die für Qualitätssicherung, Beratung und Weiterentwicklung der Milchwirtschaft zentral ist.

00:07:00: Was war und ist dir in deiner Führung besonders wichtig?

00:07:04: Mir ist es wichtig dass wir als Team gesehen werden weil nur mit guten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kann man auch gut arbeiten.

00:07:12: Es braucht Menschen die weiter denken.

00:07:14: wie kann man ihr Verband weiter entwickeln?

00:07:16: Wie kann man die Dienstleistungen weiterentwickeln?

00:07:19: Die Welt bleibt ja nicht stehen, die Strukturen ändern sich.

00:07:22: Die Menschen ändern sich und da muss man immer am Ball bleiben damit man auch weiterhin ein gefragter Dienstleister ist.

00:07:28: Du setzt dich ja auch sehr stark für Frauen in Führungspositionen ein und bist immer die Vorsitzende des Beirats zur Förderung des weiblichen Unternehmertums in der Handelskammer.

00:07:39: Warum braucht es noch diese gezielte Förderungen von Frauen?

00:07:43: Frauen sind sehr wichtig in der Wirtschaft.

00:07:45: Über fünfzig Prozent der Menschen auf der Welt sind ja Frauen, aber wir sehen dass sie auch aufgrund struktureller Themen unterrepräsentiert sind.

00:07:55: Da ist es wichtig!

00:07:56: dass in gewissen Gremien auch Koten eingesetzt werden, damit Frauen eine Chance haben dort mitzurehen.

00:08:02: Denn nur wenn man als Frau auch am Entscheidungsdisch sitzt kann auch die Sicht der Frau berücksichtigt werden.

00:08:08: und ich erinnere mich hier sehr gut an einen Vortrag den ich einmal gehalten habe.

00:08:12: Einmal beim Zonderclub das sind reine Frauenclub und einmal beim Lernsklub Rainer Männerklub Und ich habe wirklich den identischen Vortag gehalten und es war danach bei Bein fragen schon total unterschiedliche Fragen.

00:08:24: Beim Freien Klub geht es um Gesundheit, Ernährung kam in die Frage zu diesem Thema bei den Männern ausschließlich Wirtschaftsfragen und ich denke das deswegen ist es wichtig dass man im Team gemischt ist, dass wirklich alle Themen auf dem Tisch kommen weil man sonst eine ganz wichtige Sichtweise verliert und es ist auch ganz klar wissenschaftlicher Wiesen Riege einfach besser arbeitet, weil einfach die Sichtweisen mehr berücksichtigt werden und auch Risiken vielleicht anders gesehen oder auch andere Möglichkeiten gesehen werden.

00:09:01: Und deswegen brauchen Frauen einfach auch die reellen Chancen mitreden zu können.

00:09:07: Reelle Chancenen bist du dann auch so für Quote bei Besetzungen von Ämtern und Posten?

00:09:14: Es wäre schön, wenn es keine Quoten brauchen würde.

00:09:17: Die Quote an sich ist mir nicht unbedingt sympathisch aber mir gefallen die Ergebnisse davon und daher bin ich dafür dass diese auch weiterhin bleibt weil wir einfach sehen das wenn es eine Quote gäbe sehr viele Verwaltungsräte heutzutage vor allem von öffentlichen Institutionen auch ohne Frauen wären.

00:09:35: Kommen wir ein bisschen zur Milchwirtschaft.

00:09:37: die kennst du ja seit Jahrzehnten hat sich natürlich sehr stark verändert.

00:09:41: was sind großen Veränderungen in der heimischen Milchwirtschaft.

00:09:46: Also, ich bin dann in den Räuberband reingekommen.

00:09:50: Da hatten wir sieben Tausend Milchlieferanten und mit Lieferantinnen ungefähr knapp dreihundert Millionen Kilogramm Milch.

00:09:56: Heute, im Jahr ist es ca.

00:09:57: in der Mitte des Jahrhunderts und wir haben ungefähr dreitausend neunhundert Bauern welche mich abliefern und dreihundertfünfe siebzig Millionen Kilogramm.

00:10:04: das sieht man schon sehr.

00:10:06: also ich meine gestiegen.

00:10:07: Lieferanten sind gesunken.

00:10:08: Es kommt hier zu einer bereinigen.

00:10:10: kleinere Lieferanden steigen aus der Milchproduktion aus.

00:10:14: was sich aber sehr stark professionellisiert hat ist der gesamte Bereich der Qualität auch der Zertifizierung.

00:10:20: die Gehirntechnikfreiheit ist zweitausendundeins dazugekommen in eine Gesamtsydolarmilchwirtschaft.

00:10:25: Die Milchhöfe haben fast die gesamte Südtoler Milch, welche von den Landwirten angeliefert wird.

00:10:32: Hier ist es wirklich eine sehr starke Professionalisierung gekommen und es werden auch immer wieder neue Produkte entwickelt.

00:10:40: Das muss sich alles weiterentwickeln!

00:10:42: Und jetzt haben sich zwei große Betriebe zusammengeschlossen.

00:10:46: Auch das ist eine Entwicklung, wir haben ja im Jahr twohundsehundert und siebzig haben wir achtundsechzig Milchgenussenschaften noch in Südtroll gehabt und jetzt haben wir noch neun weil einfach sich auch der Markt oder Weltmarkt europäische Markt entsprechend ändert.

00:11:02: Naar dran gehen in die spannende Welt der Genossenschaften

00:11:07: dem Podcast des Reifeißenverbandes Südtirol heute mit Thomas Hanni Und heute direkt aus dem Sennereiverband Südtirol, direkt hier in Annemarie Kaser.

00:11:22: Du hast ja erwähnt die synchronen Zahlen an Milchbauern.

00:11:26: im Obstbau heißt es ja auch seit einiger Zeit das viele einfach aufgeben weil sie zu klein sind, weil sie oft nicht den Willen haben sich dieser doch intensiven Arbeit zu widmen.

00:11:38: Das wird in der Milchwirtschaft auch so sein und das heißt, dass immer weniger Milchbarn werden und die Verbleibenden immer größer werden.

00:11:46: mit welchen Folgen?

00:11:47: Wir haben ja den Flächenbezug eingeführt also unsere Milchbahnen und Bahnen können sich nicht unbegrenzt vergrößern.

00:11:55: Zudem muss man ja auch sagen, dass bei uns das Gelände also die steileren Höfe auch nicht so attraktiv sind für Bachtflächen Und deshalb wird bei uns die Größe der einzelnen Landwirte überschaubar bleiben, weil einfach die geografische Situation einfach dies ist wie es ist.

00:12:11: Die Höfe können ja nicht verstellt werden – die Höfe sind dort wo sie sind und die Leute müssen mit dem arbeiten was dort vorhanden ist.

00:12:20: Aber du bist ja auch viel draußen!

00:12:22: Du bist ja viel bei den Bauern überall in ganz Südtirol.

00:12:26: Spürst du manchmal auch einen Frust bei den Milchbauern?

00:12:29: Es gibt selbstverständlich Bürokratie, doch hier versuchen wir ja den Leuten sehr viel abzunehmen was bürokratische Auflagen sind das möglichst wenig der Landwirtschaft selber machen muss.

00:12:40: Also unvermeidbar ist es nicht.

00:12:42: aber das ist ja nicht nur in der Landwirtschaft so dass es in allen wirtschaftlichen Bereichen so wenn einer Milchproduktion hat da muss er noch früh einsteigen und am Abend einsteigend sein Und ein NEMA-Berb, also sehr viele – siebzig Prozent bewirtschaften den Betrieb im NEMA Berb.

00:12:57: Das ist ein sehr großer Aufwand, den sich manche einfach nicht mehr antun wollen und ich habe da auch für jeden Verständnis.

00:13:04: Es muss sich jeder selber seine Entscheidung treffen wie er dem Betrieb weiterführen will.

00:13:10: Wichtig ist ja auch dass die Betriebe noch in irgendeiner Form weitergeführt werden.

00:13:14: Vor ein paar Jahren hat der Sennereiverband und Milchhöfe gemeinsam einen Zukunftsbild im Jahr entwickelt.

00:13:23: Damals hat man nicht so viel Konkretes gehört, jetzt vor ein paar Wochen gab es ja die Fusion von Mila und Primi zum Milchhof Südtirol.

00:13:33: das wird wahrscheinlich eine größte Veränderung der letzten Jahre oder der letzten ein zwei Jahrzehnte sein.

00:13:38: was bedeutet dieser Schritt für die Milchwirtschaft?

00:13:43: Es ist sicher ein sehr zukunftsweisender Weg.

00:13:45: vor allem haben wir gesehen dass es Vor allem die jungen Bäuerinnen und Bauern interessiert, sie sind sehr stark zu den Versammlungen gekommen.

00:13:52: Ist ja auch ein positives Zeichen wenn junge Landwirte interessiert sind.

00:13:56: Wir als ein Reifverband bieten die Dienstleistung wie gehabt für alle an.

00:14:00: wir haben einen Mitglied weniger.

00:14:02: Die Dienstleistungen machen wir für alle gleich egal ob groß oder klein.

00:14:06: eine Fusion ändert nur die Struktur der Betriebe aber nicht dem Betrieb an sich Und wir arbeiten hauptsächlich für die Bäuerne und Bauer.

00:14:14: wir machen die Qualitätskontrollen Und die Beratung, und das ist jetzt in diesem Sinne unabhängig von dieser Fusion.

00:14:21: Für uns ist es wichtiger als Sendereiverband, dass wir alle Betriebe gleich betreuen für Südholer Verhältnisse.

00:14:27: Das neue Betrieb ist klarerweise eine große Genossenschaft.

00:14:31: Wenn wir aber europaweit schauen, ist es immer noch eine sehr kleine Genosschaft.

00:14:35: Ich kann diesen neuen Betrieb nur wünschen, dass es auch gut gelingt, diesen Übergang zu schaffen.

00:14:40: Es ist sicher eine Herausforderung Und wir werden unseren Anteil dazu leisten, dass es auch erfolgreich sein kann.

00:14:47: Genauso wie wir die kleinen Betriebe unterstützen, weil sie eine wichtige Nische im Südtola-Umfeld sind.

00:14:53: Aber wie schwer tun sich die kleinen Sennereien auch in Zukunft eigenständig zu bleiben?

00:14:58: Weil das waren ja immer auch die Betrieber, die eigentlich die höchsten Milchauszahlungspreise hatten aber aufgrund ihrer Kleinheit mit dem Kostenproblem immer stärker konfrontiert sind.

00:15:10: Die kleinen Betriebe bewegen sich vor allem in der Nische als in kleineren Märkten.

00:15:15: Die Kostenstruktur kann sicher ein Problem sein, zudem ist die Wertschöpfung in der Schnittkäserei nicht so hoch wie bei den anderen Betrieben.

00:15:28: Aber unabhängig davon, Sie sind sehr lokal bezogen.

00:15:31: Verkaufen auch viel direkt vor Ort.

00:15:34: Sind wichtige Institutionen für den Tourismus und auch für effektiv die Gemeinden dort wo sie sind.

00:15:42: Deshalb bin ich sehr wohl davon überzeugt dass auch Sie weiterhin Ihre Überlebensberechtigung haben.

00:15:48: aber schlussendlich treffen alle Entscheidungen die Bäuerinnen und Bauern.

00:15:51: Schließlich sind Sie die Mitglieder der Genossenschaft beziehungsweise der Eigentümer der Genosenschaften

00:15:58: Ganz provokant gefragt, dass ein Reifverband steht ja nun einer Milchgenossenschaft gegenüber den neunzig Prozent der Milchinstitut verarbeitet und vermarktet.

00:16:09: Braucht es dann noch das Reifverband?

00:16:11: Das Reiferband ist die Plattform, also das Dach unter dem sich die verschiedenen Mitgliedsgenosschaften austauschen wo sie auch Qualitätsfragen diskutieren usw.. Das ist ein High-Verband, in diesem Sinne eher ein Dienstleister.

00:16:27: Wir machen die gesamten Qualitätskontrollen für die Milchgeldbezahlung.

00:16:31: Wir haben das Labor, wo wir also den Milchprodukten untersuchen.

00:16:36: Hier ist es sehr unabhängig im Prinzip, in welcher Genossenschaft der Betrieb ist.

00:16:40: Wir sind akkreditiert.

00:16:44: D.h.,

00:16:45: wir werden von dritter Stelle kontrolliert, dass wir auch unabhängig Alle Kontrollen machen.

00:16:51: Es ist auch für die Handelsketten wichtig, dass sie entsprechende Analytik haben.

00:16:55: Wir haben die übergehendeten Zertifizierungen als Sennereifabond, wo jeder Milchhof darunter unter dem Dach ist von der Gentechnikfreiheit und der Rückverfolgbarkeit.

00:17:03: Und jetzt koordinieren wir auch und führen auch die gesamte Abwicklung durch was die Zertifikierung zum Tierboll betrifft.

00:17:11: also daher mache ich mir keine Angst um unsere Aufgaben.

00:17:14: also sie werden eher mehr als weniger weil einfach die Auflagen beim Landwirt steigen.

00:17:19: nur indem Die Landwirte unterstützen können wir auch diesen starken Bürokratismus etwas reduzieren, weil wir ihn einfach vorher abfangen.

00:17:28: Also die Arbeit geht nicht aus und die Verantwortung wird auch nicht kleiner für den Sennereif verbannt.

00:17:35: Bei all diesen Herausforderungen fragt man sich aber dann wo holst du dir eigentlich als Direktorin die Kraft für deine Arbeit auf diese Verantwortung?

00:17:45: Ich bin ein absolutes Naturkind.

00:17:47: Vielleicht kommt das auch aus meiner Kindheit, da durfte ich immer die Kühe hüten.

00:17:50: Ich habe das überhaupt nicht tun wollen aber schlussendlich hat es mich doch geprägt.

00:17:55: also ich mag es sehr gerne in den Wald zu gehen vor allem auf der Berge.

00:18:00: Es ist so immer mühsam bis man oben ist auf der Bergspitze.

00:18:02: wenn man dann oben ist ist die Welt unten so klein und unbedeutend.

00:18:07: Das schärft dem Blick und manchmal ist es auch wichtig das eigene Land zu verlassen Irgendwo hinzufahren, wo ganz andere Verhältnisse sind.

00:18:15: Wo man dann wieder sieht wie gut es uns eigentlich geht und das ist das was mich prägt.

00:18:20: und da mache ich auch noch das Wasser.

00:18:22: Ich bin so wie die Südrollmarke albino-mediterran also da fühle ich mich wohl.

00:18:28: Das heißt du verkörpersst diese Südollmarke auch?

00:18:31: Ja

00:18:31: so kann man sagen!

00:18:33: Wenn Du zehn Jahre nach vorne blickst, was wünschst Du jetzt der Südroller Milchwirtschaft?

00:18:39: Also ich wünsche der Südtoner Milchwirtschaft, dass sie sich weiterhin so positiv entwickelt.

00:18:43: Dass sie immer auch den Mut hat die richtigen Entscheidungen zu treffen und dass sie auch die Visionen hat um die Fähigkeiten hat innovativ zu sein und immer das auf dem Markt zu bringen was die Konsumentinnen und Konsumenten mögen und kaufen damit auch weiterhin für die Bäuerinnen und Bauern eine sprächende Milchpreis ausgezahlt werden kann.

00:19:05: Nah dran gehen in die spannende Welt der Genossenschaften dem Podcast des Reifeißenverbandes Südtirol.

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