„Ich kann, weil ich will, was ich muss.“

Shownotes

„Ich kann, weil ich will, was ich muss.“ Mit diesem Leitsatz meisterte Christina Pupp Herausforderungen, an denen andere gezweifelt hätten. Als eine der ersten Bankdirektorinnen Südtirols prägte sie über 25 Jahre lang die Raiffeisenkasse Wipptal – und bewies, dass erfolgreiche Führung vor allem mit Vertrauen, Menschlichkeit und Mut zu tun hat.

In dieser Folge von nah.dran.ge(h)n spricht Christina Pupp offen über ihren Weg in einer von Männern geprägte Bankenwelt, über Entscheidungen unter Druck und darüber, warum sie überzeugt ist: „Man muss Menschen mögen, wenn man führen will.“

Sie erzählt von prägenden Lebenslektionen, von den Werten ihres Großvaters – „Mit dem Hut in der Hand kommt man durch das ganze Land“ – und davon, weshalb ihr Statussymbole nie wichtig waren. Stattdessen stehen Respekt, Wertschätzung und die Menschen im Mittelpunkt ihres Denkens und Handelns.

Es ist ein Gespräch über Führung, die verbindet, über Verantwortung, die manchmal schwer wiegt, und über die Kunst des Loslassens nach einem erfüllten Berufsleben. Oder, wie Christina selbst sagt: „Ich habe diese Tätigkeit nicht als Arbeit gefühlt. Das war mein Leben.“

Eine inspirierende Episode über Mut und die Frage, was am Ende wirklich zählt.

Transkript anzeigen

00:00:02: Naadran gen in die spannende Welt der Genossenschaften.

00:00:07: Dem Podcast des Reifeisenverbandes Südtirol, heute mit Vicky Rabensteiner.

00:00:15: Herzlich willkommen zu naadran-gen!

00:00:17: Wir befinden uns heute in einem Zungssaal der Reifeißenkasse Wiptal eine ehemalige Gaststube voller Holz und sehr... Warm, runder Tisch.

00:00:27: Wir treffen hier Christina Puppe die bis vor Kurzem die Direktorin der Reifeisenkatze war.

00:00:33: Herzlich willkommen Christina und danke dass du dir heute Zeit genommen

00:00:36: hast!

00:00:37: Sehr gerne Danke für die Einladung.

00:00:42: Es war viel kaltes Wasser aber wir haben wirklich schwimmen gelernt.

00:00:46: Also ich habe diese Tätigkeit nicht so als Arbeit gefühlt.

00:00:49: das war mein Leben.

00:00:52: Ich hatte nie muss sagen nie Probleme mit den Männern.

00:00:54: Sie haben mich immer unterstützt Und ich hatte auch sehr viele männliche

00:00:57: Promotoren.

00:01:00: Personalentwicklung, Kommunikation und ihre Familie sind die Themen für die Christina Pupp immer gebrannt hat.

00:01:07: Ich kann weil ich will was sich muss!

00:01:10: Diese Maxime von Emanuel Kant hat sie ein Leben lang begleitet.

00:01:14: twenty-fünf Jahre lang war sie Direktorin der reifeißen Kasse Wiptal und man kann sicher sagen Die Arbeit

00:01:20: macht

00:01:20: etwas mit einem.

00:01:21: Die Arbeit beeinflusst den Menschen aber auch dem Betrieb und alle Mitarbeiterinnen die für ihre Arbeit brennen Überall.

00:01:28: das sprechen wir heute mit Christina Poupieren-Sterzing bei NADRAN GING.

00:01:37: Christina, es sind erst wenige Wochen seit deinem Eintritt in den Ruhestand vergangen.

00:01:42: Fehlt ihr schon etwas?

00:01:44: Wie fühlt sich das Ganze an?

00:01:46: Also im Moment fehlt mir noch nichts aber trotz der wenn ich die Bank betrete ist ein anderes Gefühl.

00:01:53: also früher wenn ich in die Bank gekommen bin dann sah ich dass eine das andere war sich schon verändern möchte oder was war aufgefallen ist und mit dem muss ich mich jetzt zurückhalten.

00:02:03: Mir fällt wieder das ein- und andere auf, ich sage es dann meinem Nachfolger im stillen Kärmerchen aber das ist nicht so einfach als andere Person in die Bank zu

00:02:12: kommen.".

00:02:13: Das kann man sich vorstellen.

00:02:14: auch der Obmann unseres Rheifeißensverbandes Herbert von Leon hat in seiner Rede bei der diesjährigen Jahresvollversammlung der Rheiffeißenkasse Wipthal gesagt Wenn man auf ein ganzes Arbeitsleben und auch auf twenty-fünf Jahre Direktion zurückblickt, dann ist das mehr als eine berufliche Laufbahn.

00:02:31: Das ist ein Lebenswerk!

00:02:33: Wie siehst du das?

00:02:35: Also ich sehe es jetzt nicht unbedingt aus einem Lebenswerk.

00:02:38: Es ist für mich etwas hochdrabend aber ich seh's mir als Ergebnis von einer Tätigkeit der Arbeit die ich immer sehr gerne gemacht habe und die mich sehr erfüllt hat und immer Freude bereitet hat.

00:02:49: Und da sieht man auch diese Maxime des Philosophens Immanuel Kant, die dich begleitet.

00:02:54: Ich kann weil ich will was ich muss!

00:02:57: Wie bist du auf diese Maximie gekommen und wie hast du sie erlebt in all diesen Jahren?

00:03:02: Also diese Maxime hat mich sehr oft begleitet und war auch eine starke Hilfe für mich.

00:03:07: Entstanden ist es im Jahr zweitausend.

00:03:10: Es war im April, mein Vorgänger war schon schwer erkrankt.

00:03:14: ich musste das erste Mal alleine eine Vollversammlung organisieren mit Neuwahlen und kurz davor also vor der Vollversamung.

00:03:21: drei Tage vorher war meine Tochter knapp zwei Jahre mit einer Daumeninfektion in Krankenhaus.

00:03:27: Die Vorbereitung für die Vollversamblung erfolgt im Krankenhaus auf einem Laptop Und dort bin ich durch Zufall auf diese Maxime von Kant gestoßen.

00:03:36: und dann habe ich mir gedacht, also das hilft mir jetzt.

00:03:39: Ich kann weil ich will was ich muss und das hat mich eigentlich die ganze Berufstheben begleitet aber auch privat.

00:03:45: Also in schwierigen Situationen immer wieder dies und dass hat funktioniert.

00:03:49: Als du damals eben zweitausend dann auch die Direktion übernommen hast warst du eine der ersten Bankdirektorinnen in der reifeisen Welt überhaupt.

00:03:57: Wie war der Zuspruch, gab es Misstrauen?

00:04:00: War mehr Neugierde vorhanden.

00:04:02: Welche Gefühlswelt hat sich da aufgetan?

00:04:05: Zuerst hatte ich mir den Auftrag bekommen oder beziehungsweise auf Waldungsrat mich darauf angesprochen und habe mir Bedenkzeit genommen.

00:04:13: Ich hatte ja eine kleine Tochter.

00:04:14: Für nach sechs Monaten auch weil die Mitarbeiter mich unterstützt haben, habe ich gesagt okay gemeinsam mit meinem Stellvertreter Beno Linzer Okay, springe während es kalt ist Wasser.

00:04:24: Es war viel kaltes Wasser aber wir haben wirklich schwimmen gelernt.

00:04:27: Aber das Zuspruch war immer sehr groß also vor allem auch hier und da wieder.

00:04:31: das Thema war Frauen oder Führung wie verhalten sich die Männer?

00:04:35: Ich hatte nie muss sagen nicht Probleme mit den Männern.

00:04:38: sie haben mich immer unterstützt und ich hatte auch sehr viele männliche Promotoren.

00:04:41: Also von dieser Seite kann ich wirklich sagen ich hatte keine Schwierigkeiten

00:04:46: Du hattest keine Schwirrekeiten.

00:04:47: aber im Laufe der Jahre ist die Arbeit in der Direktion und wahrscheinlich für eine Kasse ganz generell anspruchsvoller und sehr viel komplexer geworden.

00:04:56: Wie hat sich das angefühlt, wächst man hinein?

00:04:58: In ein steigendes Regelwerk der Regulatorien?

00:05:01: oder wie verändert sich auch die Arbeit im all diesen Jahren?

00:05:05: Also die Arbeit hat sich sehr verändert vor allem wenn ich meine ganze Laufbahn anschaube also wenn ich vor vierzig Jahren begonnen habe.

00:05:12: bestimmte Dienstleistungen gibt es gar nicht mehr und vor allem hat sich die Regulatorik sehr verstärkt.

00:05:17: aber Der Umgang mit Menschen, sei es mit Mitarbeitern und Kunden hat sich also sehr verändert.

00:05:24: Die Mitarbeiterführung ist, wenn ich zurückdenke an meine Vorgänge – eine Kehrtwende von dreihundertsechzig Grad.

00:05:30: Das wäre nicht mehr möglich gewesen, Mitarbeiter so zu führen wie vor vierzig Jahren.

00:05:34: Das hat sich sehr verändert Aber ich muss sagen auch zum Positiven.

00:05:37: Es waren herausforderungen, große Herausforderungen.

00:05:40: Auch keine Maxime von Schweizer, weil man das Menschen mögen muss und wenn man in einer Führungsposition ist dann muss man Menschen möge und mit Empathie eine sehr große Genugtuung empfinden, wenn man das mit den Mitarbeitern so richtig toll hinbekommt.

00:05:53: Ich glaube das ist uns gelungen!

00:05:55: Ich wollte es vorwegnehmen, also jetzt in der reif heißen Welt ist deine Führung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr bekannt.

00:06:01: Also zwischen empathisch und auch motivierend was eigentlich das Geheimnis einer guten erfolgreichen Mitarbeiterführung die ja jetzt viel wichtiger ist im Zeiten des Arbeitskräftemangels.

00:06:12: früher konnte man vielleicht sagen wenn einer geht kommt der nächste.

00:06:16: dem ist bei Weiten nicht mehr so?

00:06:18: Was ist eigentlich das geheimnis eines guten Mitarbeiterstabs und der Führungen dahinter?

00:06:23: Eines hat mir meinen Großvater mitgegeben.

00:06:25: Mit dem Hut in der Hand kommt man durch das ganze Land, also Respekt und Wertschätzung über anderen und vor allem habe ich das gemerkt bei den Mitarbeitern, dass nicht im Vordergrund steht sondern die Mitarbeiter, dass man ihnen Freiräume lässt sie auch beobachtet und irgendwie ein bestimmtes Gefühl entwickelt man halt der Mitarbeiter Probleme wobei ich festgestellt habe diese Probleme sind meistens nicht aus der Arbeit sondern kommen aus einem privaten Bereich.

00:06:49: Und wenn man schafft hier die Verbindung herzustellen, dann bekommen auch den Zugang zu den Mitarbeitern.

00:06:54: Sie werden offen und es wird vertauen aufgebaut.

00:06:58: Und ich glaube das ist mal schon ein bisschen gut gelungen.

00:07:00: Ich möchte mir nicht im Vordergrund stellen aber das glaube ich ist gelungen und ich habe jetzt noch ein sehr gutes Gefeeling mit meinen Mitarbeiteren.

00:07:07: Wenn ich heute die Bank betreten habe und wenn der eine und andere sagt du fehlst uns, da ist was anderes.

00:07:13: also es gibt schon eine bestimmte Genugtuung.

00:07:15: Man sieht, die Arbeit hier war auch klarzeitig das Leben.

00:07:19: Aber wie hältst du es mit dem Thema Abgrenzung?

00:07:22: Was ist die Arbeit selbst und was ist das Leben, dass ihr auch unaufhörlich

00:07:26: voranschreitet?".

00:07:27: Also ich habe diese Fetigkeit hier nicht so als Arbeit gefühlt – das war mein Leben!

00:07:31: Und ich hab das auch... Ist mal irgendwo so, nicht optimal hinbekommen auch mit den Privaten.

00:07:36: Aber auch durch die Arbeit... Ich habe mich also sehr viel zur Fachliteratur gelesen, hab dort auch Freundschaften geknüpft und Berater oder auch über Redakteure mit Fachzeitschriften und habe auch dort was Privates mit hineingenommen.

00:07:49: Und ich arbeite auch mit Privates aber das ist diese Mischung Hatten Nachrichten, muss ich sagen.

00:07:53: Das hat mir gefallen und ich hatte da wirklich auch genug Ton gefunden!

00:07:56: Also du sprüßt jetzt noch vor Energie?

00:07:59: Wie ist es für deine Tochter?

00:08:01: Sieht sie dich als Vorbild?

00:08:02: weil jede berufstätige Frau ist ja gleichsam auch Vorbild und lebt etwas das sie in die Familie hineinträgt und das Für Söhne v.a.

00:08:10: auch und für Töchter.

00:08:11: wichtig ist zu sehen dass es machbar ist für das Berufsleben mit einer Familie unter einen Hut zu bringen.

00:08:17: wie sieht deine Tocher das vielleicht damals und auch jetzt ein bisschen aus der Distanz?

00:08:22: Also meine Tochter hat sich auf einen oder anderen verzichten müssen.

00:08:25: Aber im Vordergrund, also an erster Stelle stand immer meine Tochte und ich habe auch Freiwilligse auf einige Dinge verzichtet für mich persönlich.

00:08:33: Was ich meiner Tochter wirklich mitgegeben haben und was sie heute auch noch sagt ist ja immer gemerkt Ich habe Freude einer Arbeit Und ich habe ja auch immer gesagt mach das was dir gefällt und solltest du einmal keine Lust mehr haben dass macht such etwas anderes.

00:08:46: Denn mein Maxime war auch wenn ich zwei Wochen unzufrieden, also mit lustlos zur Arbeit geht.

00:08:52: Dann such ich mir was

00:08:52: anderes.".

00:08:53: Aber sie hat immer gesagt, ich gehe wieder mit Freude hin und dort glaube ich bin nicht sicher kein Vorbild für Sie aber in diesem Sinne ist schon das Sie gesehen haben.

00:09:00: Ich mache das mit Freuden und sonst würde ich jetzt etwas anderes machen.

00:09:04: Du warst ja nicht nur Bankdirektorin in dieser Zeit, sondern auch in vielen Verwaltungsräten beziehungsweise Komitees.

00:09:11: Teil des Ganzen – ich nenne jetzt hier stellvertretend das Marketingfachkomitee – dort warst du dabei, Strategie und Organisationen waren immer deine Steckenpferde.

00:09:21: Wie kann man sich dort einbringen aus der Bankwelt in Richtung Marketing?

00:09:27: Marketing, wie gesagt, wenn ich zurückdenke an meine Studienjahre den Achtziger Jahren war Marketing noch nicht das Thema.

00:09:32: Aber wir haben schon einen Kurs, also eine Seminarbesuch mit Marketing hat mir gefallen und auch wenn wir in der Rheifeisenkasse begonnen habe, habe ich zum Glück mein Vorgänger, ein reiner Praktiker aber ich hatte die Möglichkeit, meine Theorie mit der Praxis zu verbinden und Marketing hat immer gefallen.

00:09:49: es war etwas Neues man konnte was probieren, man konnte mutig sein und auch im Fachkomitee, also strategische mit den operativen zu verbinden.

00:09:57: Also strategisches Marketing wobei ich gemerkt habe es ist wesentlich schwieriger für eine Organisation Marketing zumachen mit neunundreißig unterschiedlichen Realitäten als zum gleich hier in der Bank.

00:10:10: aber die Herausforderung das hat man gut gefallen und auch ein bisschen das Kreative.

00:10:15: Aber vielleicht wenn ich zurückdenke hätte mich vielleicht ein bisschen mutiger sein können aber das kann ja noch kommen.

00:10:21: Also durch das angesprochen, es sind ja neunundreißig reifeißen Kassen die man unter einen Hut bringen musste und muss und ein Hut ist der IPS.

00:10:30: Der zum Wohle dieser neunudreißigen Kassen agiert.

00:10:33: Du warst von Beginn an der Beiderpisteil des Verwaltungsrates gewesen.

00:10:37: im Herbst wurde das fünfjährige bestehendes IPS gefeiert.

00:10:40: was konnte man in diesen Jahren bewirken aufbauen und schon voranbringen?

00:10:46: Das Start war nicht sehr einfach.

00:10:51: Ich spreche noch in der Wir-Form, ich muss mit dem Leben lernen!

00:10:55: Aber ich finde wie gesagt immer überzeugt vom IPS, weil mit IPS die Möglichkeit besteht.

00:10:59: wir bleiben einem ständig aber können trotzdem von der Gemeinschaft daraus nutzen ziehen.

00:11:06: Wir müssen daraus die Reifeisen kasseln und müssen ein bisschen die Philosophie des IPS verstehen.

00:11:11: Weil ein weiterer wie bisher Das muss erst auch in einigen Köpfen noch reifen, das geht nicht.

00:11:15: Aber ich glaube mit den IPS ist für uns wirklich die Chance, dass wir unsere Selbstständigkeit weiterhin bewahren und nicht eine Aufgabe der Selbständigkeit wie es zu Beginn von einigen also vermutet wurde.

00:11:27: aber ich glaube dieses gemeinsame, das bringt uns wirklich weiter und ist da auch im Sinne von Friedrich Wilhelm Reif heißen

00:11:33: Wenn es jetzt um das Thema Weiterbringen weitergehen geht Du hast jetzt Zeit nach deinem Eintritt in den Ruhestand auch verreißen.

00:11:42: Gibt es für dich einen ganz persönlichen Sehnsuchtsort, gibt es Welten wo du hin möchtest?

00:11:47: Möchtest du eine Weltreise unternehmen?

00:11:48: was sind deine nächsten Ziele als Mensch?

00:11:50: jetzt ganz persönlich.

00:11:52: Also Weltreisig an sicher nicht!

00:11:53: Ich bin keine Weltreißende also ein sehnsuchsort.

00:11:57: mein Ort wo ich wirklich ausspannen kann entspannen ist die amaphitanische Küste.

00:12:02: so rennt die Ortschaften rund umso rennt.

00:12:05: also ich liebe diese ortschaften und auch die menschen ist also wirklich zu vorkommen der höfliche Menschen.

00:12:11: Also dort würde ich sicher immer wieder dorthin fahren.

00:12:14: Aber was sich wirklich auf dem Plan ist, es kann die Namien.

00:12:17: Also diese aus den kenabischen Ländern und auch Norddeutschlande, Norddeutche, Ostsee, Nordsee also diese Orte, die werde ich besuchen.

00:12:25: Konntest du in deiner Zeit eben nochmal aus der Bankenwelt auch die Finanzzentren der Welt bereisen?

00:12:31: War das für dich manchmal ein Ziel dass ich sage ich fahre nach Frankfurt Ich fahr jetzt zur Bank an Italien-Rom.

00:12:36: Wie kann man das sich vorstellen?

00:12:38: bleibt man in Stärzing und ist vernetzt oder fährt man wirklich ab und an vor Ort.

00:12:43: Also wie gesagt, vernetzt habe ich wirklich durch das Lesen von Fachzeitschriften und auch von Beratern die wir in der Bank immer wieder vom Ausland auch geholt haben.

00:12:51: Da habe ich Freundschaften entwickelt.

00:12:53: aber für Finanzzentren Frankfurt habe ich gesehen, aber das hat mich nicht so sehr gereizt.

00:12:57: Gereitz hat mich die Banca d'Italia auch durch die Inspektoren mit denen ich auch eine bestimmte Freundschaft aufgebaut habe in Vergangenheit, die hier waren.

00:13:06: Und Banca D'Itali hat mich immer interessiert, auch rundherum Banca l'Italia, wie die Vorgehensweise ist, die In spektionen Sieht man das jetzt, aber EZP auch.

00:13:15: Aber diese Gelegenheit konnte ich nicht nutzen!

00:13:17: Es wäre die Gelegenkeit gewesen und die konnte ich noch nicht nutzen.

00:13:20: Ihr seid ja auch mehrfach nach Rom gereist?

00:13:22: Gibt es das, dass man im Inneren des Palazzo auch den Titressorräume ansehen kann?

00:13:27: oder wie kann man sich das vorstellen?

00:13:29: Liegen die Goldreserven überhaupt in Italien?

00:13:32: Nein, die Gold-Reserven liegen nicht... hab' ich auch erst erfahren.

00:13:34: Nicht in Italie liegen außerhalb des Staates Und die Tressorte konnten wir nicht anschauen.

00:13:40: Aber den Palazzo, also wirklich von Banken in Italien, das war schon sehr beeindruckend.

00:13:45: Auch die Räumlichkeiten zu sehen, wo immer der Governor der Banken d'Italia den Jahresbericht vorliest, durften wir nicht hinein.

00:13:53: durch ein Umweg ist es uns aber gelungen, hineinzugelangen.

00:13:56: Das ist schon beeindruckender und v.a.

00:13:58: auch beeindruckende sind die Kunstwerke, die eben den Räumenlichkeiten der Banke d'italia sind.

00:14:05: Nah

00:14:05: dran gehen in die spannende Welt der Genossenschaften dem Podcast des Reifeißenverbandes

00:14:13: Südjurul,

00:14:14: heute mit Vicky Rabensteiner.

00:14:17: Christina Pup, die bis vor Kurzem die Direktorin der Reifeisenkasse war herzlich willkommen.

00:14:23: Sehr

00:14:24: gerne Danke für die Einladung!

00:14:28: Was sind für dich Werte, die du lebst?

00:14:30: Bist Du als Frau in der Bankwelt materialistisch geworden?

00:14:34: in dieser Zeit wie würdest Dich beschreiben?

00:14:37: Materialist ist überhaupt nicht.

00:14:39: Also ich kann mich wirklich sehr gut mit der Philosophie von Friedrich Wilhelm Reif heißen, identifizieren als man einer für alle eine, dass man wirklich ein offenes Herz hat und bodenständig und wie gesagt mein Großvater mit dem Hund in der Hand kommt man doch das ganze Land, bleibt am Boden... Ich bin zwar kleinwüchsig und die Arbeit ist auch am Boden!

00:14:57: Und das hat mich immer auch das ganze Leben eigentlich geprägt.

00:15:00: Nein, ich lege Wert auf Qualität Aber es muss nicht Quantität sein.

00:15:04: Also Qualität schon, aber auch nicht auf Status-Symbolen, das liegt mir fern.

00:15:08: Also Status-Simbole brauche ich

00:15:09: keine.

00:15:09: Du hast hingegen gesagt du hast eigentlich ein großes Herz.

00:15:13: wenn jemand um Hilfe bittet wirst du nie nein sagen.

00:15:16: also dieses soziale Adder ist doch etwas was dich zum Ethical Banking sehr stark hinzieht.

00:15:21: in der reif heißen Welt.

00:15:23: wie würdest du diesen Aspekt deiner Persönlichkeit beschreiben?

00:15:27: Ich würde sagen eine große soziale Ada die vielleicht nur da raus genutzt wurde.

00:15:32: Aber wie gesagt, wenn ich als Beispiel diese sogenannten Überziehungskritten war, ich wirklich sehr großzügig.

00:15:38: Wurde auch bisher nie enttäuscht, muss ich auch dazu sagen, wo meine Kollegen also Mitarbeiter aufgesagt haben, na das kann man jetzt nicht machen.

00:15:45: aber wenn wieder jemand kommen ist, na er muss in die Apotheke oder für den Kind ein Arztbesuch, braucht da eine kurz kleine Überziehungen dann konnte ich einfach nicht nein sagen.

00:15:55: Also ich glaube dass beschreibt mich schon in der Richtung.

00:15:57: und auch Ethical Banking In Asien, die Projekte dort gestartet wurden oder in Afrika.

00:16:04: Die haben mich schon immer sehr beeindruckt und wir hatten auch Heimat an einem Weltsparttag Frauen... Ich weiß nicht, was waren die aus dem Tibet bei uns im Hause?

00:16:13: Und das war schon sehr beeindruckend wie diese Frauen aber durch Ethical Banking sich selbst etwas aufgebaut haben.

00:16:18: Da nehmen das wahr.

00:16:20: Das hat mich beeindrucked!

00:16:21: Dir gefällt es auch Biografien zu lesen also jetzt wirst du mehr Zeit haben dich den Lesen hinzugeben.

00:16:27: Also Biografie gefallen mir sehr gut.

00:16:29: vor allem auch Das war aus der Geschichte, dass ich mehr lernen kann.

00:16:33: Ich habe hier zum Beispiel auf dem Nachttisch eine Biografie von Helmut Schmidt liegen.

00:16:38: Die hat er geschrieben Anfang zweitausend und wenn ich diese Ideen, welche Ideen er dort hatte vergleichen wie jetzt die geopolitische Lage ist dann ist das schon beeindruckend, wie er das gesehen hätte und was dann passiert ist.

00:16:52: Es gab aber auch in deiner Zeit manchmal Erlebnisse, wo man mit einem kleinen Lächeln zurückblickt.

00:16:58: Ich sage nur das Stichwort Abendessen am Gardersee nach einer Computermesse in Mailand.

00:17:04: Du warst eine der wenigen oder vielleicht die einzige Frau vor Ort.

00:17:08: Was hat sich da abgespielt?

00:17:12: Ich war gerade ein Jahr verheiratet.

00:17:14: Dann war ich in die Computermesse Diesmau, in Mailand und ich bin mit meinem damaligen Chef und einer Gruppe mehr von Geschäftsführern Totmann auf Diesmauer gefahren.

00:17:22: Auf der Rückfahrt gab es einen Abendessen am Gardasee und bis vor wie am Tisch saß ein Totmann.

00:17:28: Jetzt ist er in Pension, da war lang Totmann eine Reifeisenkasse.

00:17:31: Der fragte mich ob ich verheieratet bin, habe ich mit Ja beantwortet Und dann wirklich mit ärmstem Gesicht fragte mich, was ich hier jetzt mache und was ich auf einer Computermesse mache.

00:17:41: Ob ich nicht zu Hause sein sollte und dem Mann das Abendessen vorbereiten sollte?

00:17:45: Ich glaube der Anfang an Ende ist Scherz aber den war totärmst!

00:17:49: Und ich konnte da nur schmunzeln... Der ganze Tisch war aber auf meiner Seite also hat für mich Parteier ergriffen.

00:17:55: Aber jedes Mal wenn ich diesen Obmann gesehen habe in einer Vortagung Das ist mir mal eingefallen.

00:18:00: Also es war wirklich das Einzige wo jemand in Ernst Frauen in der Führung einen Einwand gehabt

00:18:08: hätte.

00:18:09: Hingegen ganz anderes, was man dir zugetraut hat – es ist eine andere Anekdote zum Thema Geldtransport.

00:18:17: Du bist einmal recht unbedarft nach Bozen gefahren und musstest etwas abgeben.

00:18:22: Möchtest du uns das kurz erzählen?

00:18:24: Ja ich war gerade glaube ich ein Monat in der Bank.

00:18:27: Das war im Herbst, den ich nach Bozen fahre.

00:18:33: Ich hatte eine Sitzung und musste etwas über die Bank Italie abgeben.

00:18:37: Damals war es so, dass man von den Staatspapieren die Zinssteine noch Material in der Zentralkasse in Dreyfeißen Landesbank bringen musste.

00:18:46: Dann wurde sie weitergeleitet an die Bank Italia aber um Geld zu sparen, haben das auch hier und da miterweiter gemacht.

00:18:53: Ergaben hat mir das Kuvert in die Hand gedrückt.

00:18:55: Ich hatte keine Ahnung, was ich in meiner Handtasche mitdruck.

00:18:59: Bin dann zur Bank in Italien gegangen und habe das Kubert abgegeben, ein anderes Kuvert mitbekommen.

00:19:04: Und da bin ich mit ihm wieder von Potsen nach Stärzen gefahren.

00:19:08: Dann fragte mich ob ich weiß... was ich in das, was ich transportiert hatte und so.

00:19:11: Keine Ahnung!

00:19:13: Ja, ich hatte Zinsschein im Ausland von drei Milliarden Leere in meiner Handtasche.

00:19:16: durch die Lauben importen bin ich zur Bank an Italien gegangen.

00:19:19: Unauffällig und kostenloser Geldtransport und ungefährlich.

00:19:24: Und wahrscheinlich war es die Attitüde, indem du keine Angst ausgestrahlt hast hat auch niemand Verdacht

00:19:29: geschöpft oder dass hier

00:19:31: viel Geld transportiert wird?

00:19:33: Ist es auch so gewesen in all diesen Jahren, dass zu deinen künftigen Deinen Mitarbeitern eben so ein so großes Vertrauen geschenkt hast, dass du gesagt hast ich traue den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern etwas zu.

00:19:45: Auch große Herausforderungen?

00:19:47: Ja

00:19:48: also das wie ich sage ich habe Vertrauen immer vertrauen empfunden sei es von meinen Vorgängen auch vom Verwaltungsräten und dieses Vertrauen hab' ich auch weitergegeben weil ich habe gesehen wenn man jemanden vertraut dann spricht man kommt auch das zurück das Vertrauen das man gibt Und ich glaube auch diese Vertrauen können auf viele Mitarbeiter wachsen.

00:20:06: Also ich fahre aber immer versucht mich zurückzunehmen, schon im Hintergrund zu steuern.

00:20:10: Aber im Vordergrund stehen die Mitarbeiter mit ihren Leistungen.

00:20:12: Die sind sichtbarer nach außen.

00:20:14: Jetzt muss sich am Ende unseres Gesprächs vielleicht noch einmal fragen du redest mit so viel Energie und soviel Freude wie ist es denn eigentlich effektiv in den Ruhestand einzutreten?

00:20:24: Viele vor allem Männer haben ja Angst davor dass man in die Bedeutungslosigkeit abstürzt.

00:20:28: das einem die Arbeit fehlt das einen die Ansprechpartner fehlen.

00:20:32: Wie fühlt es sich an?

00:20:33: für dich

00:20:35: Also dass ich in Bedeutungslosigkeit falle, habe ich kein Problem.

00:20:38: Mir war es auch nie wichtig, im Mittelpunkt zu stehen.

00:20:40: Aber diese Freundschaft werde ich weiterhin pflegen.

00:20:44: Eine Tätigkeit habe ich mitgenommen und zwar haben wir eine Immobiliengesellschaft, ein Gebäude, das wir gekauft haben, also jetzt renovieren, restaurieren... Dort werde ich noch eingepunten sein, aber ansonsten möchte ich jetzt schon noch irgendwo ein oder anderen – ich bezeichne mich als Gelegenheitsarbeiterin hier und da – mitzuarbeiten.

00:21:02: Aber sonst fühle ich momentan wirklich so einen loslassen.

00:21:05: Die Verantwortung ist weg!

00:21:07: Und die habe ich gerne losgelassen weil die Verantwortung, die hat es den letzten Jahren stark zugenommen.

00:21:14: Irgendwann in den letzten halben Jahr war es irgendwie auch eine Last für mich.

00:21:19: Also Verantwortung weg.

00:21:20: Arbeiten schon, aber ohne Verantwortung!

00:21:22: Das bringt mich jetzt zu meiner letzten Frage, Christina.

00:21:25: Wann kannst du von dir sagen dass du am glücklichsten bist?

00:21:29: Es gab viele glückliche Momente, Glücksmoment immer wieder Aber am glücklichsten bin ich doch.

00:21:34: wenn es meiner Tochter gut geht und sie zufrieden ist Dann bist für mich die Welt enorm.

00:21:40: Danke Christina Pupp, danke unserem Gast für das sehr kurzweilige Gespräch heute.

00:21:45: Danke war sehr angenehm

00:21:46: Und danke Ihnen, liebe Zuhörerinnen und Zuhöre.

00:21:49: Hören Sie wieder rein in unseren Podcasts, wenn es heißt Naadran gen Menschen und ihre Geschichten ins Südtirol-Reifeißen Genossenschaften.

00:21:58: Danke für's dabei

00:22:10: sein!

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