„Die Natur braucht eine Stimme“

Shownotes

  • Er ist seit kurzem neuer Präsident des Ökoinstituts Südtirol-Alto Adige Genossenschaft und eine Persönlichkeit, die unterschiedlichste Perspektiven vereint.
  • Er spricht über bewegende Erfahrungen im Zivilschutz und bei der Wildbach- und Lawinenverbauung, über Krisen, die seinen Blick auf das Gemeinwohl geprägt haben, über seinen Seitenwechsel von der „Verwaltung“ in die Politik, und darüber, warum gerade der Dialog zwischen Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft, Wirtschaft und Gesellschaft heute wichtiger ist denn je.
  • Aber auch, warum Genossenschaften für ihn weit mehr sind als nur ein erfolgreiches Wirtschaftsmodell.

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00:00:02: Naar dran gehen in die spannende Welt der Genossenschaften.

00:00:10: Herzlich

00:00:15: willkommen zu einer neuen Folge von Naher Drangehen.

00:00:18: Mein Gas ist heute Hans-Peter Staffler, eine bekannte und gut vernetzteste Stimme wenn es um Natur- und Umweltfragen aber auch um gesellschaftliche Entwicklungen geht.

00:00:28: Seit kurzem steht er auch als Präsident an der Spitze des Ökoinstituts Südtirol Genossenschaft.

00:00:34: Herzlich Willkommen Hans Peter Staffler!

00:00:36: Herzlichen Dank für die Einladung.

00:00:40: Und dann kam diese Nachricht rein und ich wusste, dass meine

00:00:44: Mutter

00:00:45: im Zug sitzt.

00:00:49: Weil die Kritik, die sachliche Kritik an der landwirtschaftlichen Praxis nicht besonders gut ankommt.

00:00:58: Es ist wirklich nichts mehr einfach mit den Rahmenbedingungen, die wir jetzt haben – Erdeerhitzung usw..

00:01:05: Herr Staffel, wenn man sich Ihren Lebenslauf anschaut, der heißt so dicht und vielfältig dass man hier natürlich jetzt nicht alles aufzählen kann.

00:01:13: Wenn Sie jetzt auf Ihrem bisherigen Weg zurückblicken welche Aufgabe hat sie bis an meisten geprägt?

00:01:19: Und welche Aufgabe haben Sie am meisten gefordert?

00:01:22: Ich denke, am meisten gefordert hat mich jetzt in meinem Lebenslauf die politische Zeit.

00:01:29: Weil es in der Tat ein Bruch war mit dem was ich vorher alles machte.

00:01:33: zuvor hatte ich eine mehr oder weniger interessante Entwicklung und Karriere in der Landesverwaltung.

00:01:38: Ich habe ja angefangen als Ingenieurbiologe bei der Wildbach- und Lawinenverbauung und hab dann über mehrere Stationen die Position des Kinderadirektors erreicht Und in einer gewissen Weise war dieser Block logisch war sehr ähnlich, die Aufgaben waren sehr ähnlich.

00:01:55: Jetzt nicht inhaltlich, nicht thematisch aber von der Austernweise wie man herangehen musste.

00:01:59: und dann kamen wir die fünf Jahre im Südtorelandtag und das war natürlich Ganz eine andere Welt, ganz eine neue Erfahrung.

00:02:07: Und die hat mich schon besonders herausgefordert und vielleicht auch geprägt.

00:02:12: aber geprägte haben mich.

00:02:14: vielleicht habe ich schon eher die Erfahrungen, würde ich sagen bei der Wildbauchverbauung und beim Zivilschutz weil dort gab es natürlich immer wieder diese Krisensituationen in denen man involviert war, in denen nicht involvierbar.

00:02:26: und diese Zeit beim Zivilschutz und bei der Wildbauch- und Lawinenverbauung hab'n mich schon sehr stark gepräagt weil ich das gelernt habe dass einer Minute auf die andere in einen ganz anderen Modus umschalten muss, gezungenermaßen.

00:02:38: Und dass man im Krisenmodus lernen kann, Ruhe zu bewahren und Übersicht zu bewahrten.

00:02:43: Erinnern Sie sich da an ein konkretes Beispiel?

00:02:46: An eine Katastrophe oder an einen Ausnahmezustand damit sie sagen, dass ihr das so geprägt habt?

00:02:51: Das eine Ereignisse war im Jahr zwei Tausendzwei.

00:02:53: Da gab es im November große Mauerereignisse im Ultental und unter dem Finnschgau.

00:02:59: Und da war ich vor Ort und bin praktisch zwischen zwei Muren gefangen und blockiert gewesen.

00:03:05: Und das hat mich schon sehr geprägt, weil man merkt, obwohl man sich in der Materie auskennt gibt es immer noch in der Natur ein Restrisiko, dass man nicht im Bestand des Einzuschätzes und das ist mir damals so passiert.

00:03:16: Wir sind dann gut rausgekommen und da habe ich an der Aufarbeitung dieses Ereignisses mitwirken können.

00:03:21: Das zweite Eregnis, was vielleicht noch prägender war, war das Zugunglück im Finnschgau Wo ich in der Früh bereits mit meinen Amtsdirektorin eine Sitzung hatte, dann kam diese Nachricht rein.

00:03:32: Und ich wusste, dass meine Mutter im Zug sitzt weil ich in die Früh mit ihr telefoniert hatte und sich auf den Weg nach Meran gemacht hat, von Malz nach Merran.

00:03:42: Ich wusste sie ist im Zug Griechen war zum Händen und habe meine Mama angerufen, die hat abgenommen.

00:03:48: Und ich hab nur kurz gefragt ist alles enorm?

00:03:50: Man hat gesagt nein sie sitzt hier auf den Gleißen Sie weiß nicht was passiert ist.

00:03:54: alles ist schlammig und dreckig aber ihr geht's gut.

00:03:58: Und das war sozusagen der erste Moment bei dieser Krise.

00:04:01: und dann war ich zwei Tage im Dauermodus.

00:04:05: Das war damals ein Erreignis, das hat eigentlich weltweit Welten geschlagen.

00:04:09: Es hat Al-Jahira angerufen es hat BBC angerufen natürlich alle deutschen italienischen österreichischen Medien und Send haben sich gemeldet.

00:04:20: also wir mussten damals neben dem Unglück auch noch eine außergewöhnliche Medienflut bewältigen.

00:04:27: sehr herausfordernd, aber für mich und meine Familie ist es gut ausgegangen.

00:04:31: Leider für andere beiden Familien nicht so gut.

00:04:34: Sie haben da also eine unmittelbar persönliche Erfahrung gemacht und gleichzeitig auch die Beruflerreise ging praktisch beides Hand in Hand!

00:04:43: Genau, das war das Besondere.

00:04:44: Ich war beruflich sozusagen der Hauptwiesenmanager, der gemeinsam damals mit Landeshauptmann Dunwall die Situation irgendwie verwalten und managen mussten.

00:04:54: Und gleichzeitig war ich persönlich sehr stark involviert und das war ein Extremerlebnis.

00:04:58: Das kann man ohne weiteres schon sagen!

00:05:01: Diese Wildbachverbauung und Wildbach- und Zivilschutz, das war ein Abschnitt in ihrem Leben wichtiger.

00:05:08: Haben Sie da auch schon diesen Bezug zu Umwelt- und Naturthemen gehabt?

00:05:13: Also diesen inneren Antrieb für öffentliche Anliegen, für das Gemeinwohl?

00:05:18: auch gibt es irgendwie ein prägendes Erlebnis oder haben sie das geerbt?

00:05:24: Das kommt mit Sicherheit aus der Familie.

00:05:26: Sowohl das Zugang zum ökologischen, zur Natur zu den wild lebenden Pflanzen und Tieren, zu den Geschöpfen – das kommt aus dem Elternhaus.

00:05:34: Wir sind schon sehr früh mit unserem Vater.

00:05:37: in den Wäldern, in den Bergen unterwegs gewesen.

00:05:40: Ich war als Bub auf der Alben und habe gehütet.

00:05:42: Dort waren wir noch sehr nahe an der Natur.

00:05:44: Diesen Ursprung gibt es mit Sicherheit.

00:05:46: Es gibt auch diese soziale Ada die immer in der Familie diskutiert wurde also dass man auf die Schwachen und auf die arme Menschen einfach schauen müsse.

00:05:54: das ist einfach ein Gebot und das habe ich sicherlich von zu Hause mitbekommen hat mich einfach mein Studium, ich habe das Studium der Forstwirtschaft begonnen in Wien und da hatte man die Möglichkeit sich entweder technisch oder wirtschaftlich oder ökologisch zu spezialisieren.

00:06:14: Und ich habe einen ökologistischen Weg gewählt – das war für mich einfach stimmig!

00:06:17: Ich hab ein Anderboku, das war im Wien-Anderboko diplomiert in einem Waldökologischen Fach und habe dann auch noch eine Dissertation darauf gesetzt.

00:06:27: anschließend konnte ich dann auch bei meinen Tätigkeiten, bei der Wildbach- und Lawinerverbauung dieses ökologische Wissen.

00:06:33: Und auch die Methodik, die man also bei wissenschaftlichen Arbeiten lernen muss umsetzen.

00:06:41: Das war sehr stark geprägt, weil dort ab dem Jahr zweitausend waren wir angehalten durch die europäische Gesetzgebung Gewässer, die Fließgewässer ökologischer zu gestalten.

00:06:59: Bis dahin wurde sehr viel betoniert und dann haben wir angefangen so um das Jahr zweitausend herum eine Renaturierung im Bereich der Süddealer Fließgewässer in den Wege zu leiten und umzusetzen.

00:07:12: Und da durfte ich am Anfang dabei sein und da habe ich meine ökologie schade auch einbringen können.

00:07:18: Später dann beim Zivilschutz war dieser fachliche Teil da etwas.

00:07:24: Nebensächlich, dort waren dann andere Schwerpunkte die mich allerdings auch sehr interessiert hatten aber das Ökologische, die Nähe zur Natur, der Kampf sozusagen für wild lebende Pflanzen und Tiere und Verlebenswäume, das habe ich in irgendeiner Form immer immer gemacht, wenn nicht beruflich dann ehrenamtlich.

00:07:48: Kommen wir nochmal zurück die fünf Jahre im Landtag haben sie gesagt war eine besondere Herausforderung.

00:07:54: das war ja irgendwie auch ein Seitenwechsel.

00:07:56: was waren da die besonderen Herausforderungen?

00:07:58: Ja, die besondere Herausforderung war in der Tat.

00:08:01: Die haben sie jetzt sehr gut auf den Punkt gebracht, diese Anscheinende Seitenwechsel.

00:08:08: In Wirklichkeit habe ich mich auch dort versucht vor allem für Naturschutz und für Umweltschutz einzubringen.

00:08:15: Das war so mein Thema neben einigen anderen Themen hat mir auch immer am Herzen lag bei der öffentliche Dienst im Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes.

00:08:22: Da hab' ich mich immer verbunden gefühlt und noch ein paar andere Themen.

00:08:27: aber Natur, Landschaft und Umweltschutz waren natürlich meine Themen.

00:08:31: Und ich habe erst dort gemerkt dass es ja eigentlich nicht ums Thema geht weil die Themen als solche auch Naturdumelschutz haben andere Parteien natürlich auch in irgendeiner Weise behandelt und es ging einfach um.

00:08:46: Das hatte ich eigentlich nicht so, das hatte ich hier unterschätzt.

00:08:48: Es ging eigentlich um diesen Seitenwechsel.

00:08:50: Plötzlich war man eben nicht mehr Teil des großen Mainstreams, weil als Landesbeamter in verschiedenen Rollen war ich natürlich immer loyal und habe als Beamter gearbeitet und dann plötzlich war mein Exponiert und ich wurde in der Tat von vielen ehemaligen Kollegen zuerst einmal als Seitenwechsel eingestuft Und mit dem musste ich ja auch erst umgehen lernen, weil damit auch eine gewisse Aggression und Gegnerschaft verbunden war.

00:09:17: Obwohl sie ja mit Ihnen einen neuen Ansprachpartner, die euch dem Landtag gehabt hätten!

00:09:23: Ja, also diese Gegendenschaft hat sich im Landtag auch zwischen den konservativen Kräften und mit denen ich früher sehr stark in dem Land eng zusammengearbeitet hatte.

00:09:36: Die haben mir das ein bisschen übel genommen.

00:09:38: Das wurde gelegentlich auch so artikuliert.

00:09:42: Ich hätte die Seite gewechselt wobei das eigentlich nicht stimmt weil bei meiner Arbeit im Land mich immer um die Sache gekümmert habe und das gleiche versuchte ich auch in der Politik.

00:09:55: Aber in den politischen Gelbten eben auch noch andere Regeln, das musste ich erst

00:09:59: lernen.".

00:10:00: Das heißt es war mir gerne gesehen dass ein hoher Landesbeamter sozusagen auf die politische Ebene dritt?

00:10:05: Genau!

00:10:06: Und vor allem nicht in einer Oppositionspartei.

00:10:10: Ich habe gelesen, dass sie auch Gwasel schnellen können.

00:10:13: Dabei geht es ja auch darum, dass man sozusagen im richtigen Moment ordentlich Druck erzeugt.

00:10:17: Damit das auch knallt braucht es beim Umwelt- und Klimaschutz ihr Meinung nach manchmal auch diesen Druck damit etwas weitergeht.

00:10:24: Auf jeden Fall!

00:10:25: Und hier müssen wir eine Natur- und Umweltschutz auch versuchen neue Wege zu gehen.

00:10:29: Es braucht so wie alle anderen Lobbyverbände auch die auch Druckhaus üben.

00:10:35: Es gibt solche die können Großen Druckhaushüben, es gibt andere die können weniger Druckhaus üben.

00:10:41: Wir gehören noch nicht zu den ganz großen das muss man einfach auch sagen.

00:10:44: aber es ist uns auch klar wir müssen für die Natur und für die Umwelt Druckhaus üben.

00:10:51: und Druckhause üben kann man natürlich auf verschiedene Art und Weise.

00:10:55: Manchmal muss man auch mal einen Pfiffigen oder etwas einen Kernigen Ausspruch in der Presse und in den Medien tun, aber das ist nur die Spitze des Eisbergs.

00:11:05: Den Druck, den man ausüben kann – und dann muss man auf politischer Ebene im Dialog mit dem politisch-verantwortlichen Versuchen auszuüben.

00:11:14: Im ständigen Gespräch muss man seine Position klarmachen Und immer dahinter sein, weil wenn man nachlässt dann haben wir gemerkt und das Märchen an der Verbände sicher auch.

00:11:25: Dann dukt sich die Politik weg und dann kommt da nicht zu dem Ergebnis dass man braucht für die eigene Klientel und bei uns ist die Klientell die Natur

00:11:33: Aber als Geschäftsführer des Dachverbandes von Natur- und Umweltschutz ist das sozusagen das tägliche Brot, dass man hier lästig ist gegenüber der Politik und bestimmte Ziele zu erreichen.

00:11:42: Genau, das ist das tägliche Brot.

00:11:44: und wir haben auch einen guten Weg gefunden mit den politischen Vertretern.

00:11:49: Mit unseren politischen Vertretern die wir ansprechen müssen.

00:11:52: aber wir wissen auch dass der Druck aufrecht bleiben muss und wir gehen nach dem Motto vor Städtertruppen Hültenstein irgendwann werden wir schon soweit sein Vorstellungen im Bereich Klima, im Bereich Biodiversität auch von der Politik übernommen werden und in Gesetze gegossen werden.

00:12:11: Weil am Ende des Aufwanderers, am Ende der Diskussionen, am ende der Gespräche muss es auch ein Ergebnis geben und die Ergebnisse sind dann Gesetzen und Normen.

00:12:20: Jetzt haben sie mit der Präsidentschaft des Ökoinstituts noch eine Aufgabe übernommen.

00:12:25: Sie folgen hier auf Irene Senfter, die ja lange Geschäftsführerin war und dann letztendlich eben auch Opferau.

00:12:30: Warum haben sie diese Aufgabe jetzt auch noch übernomen?

00:12:33: Zuerst

00:12:34: einmal habe ich die Arbeit von Irene Senter und den Vorgängern immer sehr bewundert.

00:12:40: Es ist ihnen gelungen aus einer Idee ein konkretes Unternehmen zu machen.

00:12:45: Das Unternehmen ist ja mittlerweile eine Genossenschaft, eine Arbeiter-Genossenschaft die im Reifeisenverband auch eine Heimat gefunden hat und das habe ich eigentlich sehr bewundert wie man aus einer der Ideen ein Konkretes Unternehmern entwickeln kann.

00:12:57: Und das haben Jarenes, Sämfter aber auch Luis Lagede die ganzen Vorgänge wunderbar gemacht und das ist eigentlich der Weg den wir bei der ökologischen Transformation machen müssen.

00:13:09: Wir wissen heute so viel über die Defizite im Bereich Klima, im Bereich des CR II-Ausstoßes, des CRII Fußabdruckers.

00:13:18: Wir wissen Bescheid über die gefährdete Biodiversität, das Artensterben – der sogenannte sechste Artensterben schreitet voran immer schneller, schneller und schneller!

00:13:27: Wir wissen so viel und wir wissen auch was man dagegen tun kann.

00:13:30: Man musste noch nie so viele was man da gegen tun kann.

00:13:33: Und jetzt geht es darum, das ist die gesellschaftliche Herausforderung dieses Wissen auf den Boden zu bringen und umzusetzen.

00:13:40: Und diesen Weg hat das Öko-Institut beschritten.

00:13:42: hier Kammern Ganz konkrete Projekte ein Abrufen sozusagen als Unternehmen, als Verbände auch als Bürgerinnen und Bürger.

00:13:52: Und wird gut beraten wie man seinen eigenen TR-Zweihabdruck verringern kann, wie man weniger Energie für das gleiche Ergebnis aufwenden kann?

00:14:00: Wie man die Biodiversität im eigenen Garten oder vor der Haustür verbessern kann?

00:14:04: Das sind alles Fragen welche das Ökoinstitut beantworten kann.

00:14:08: D.h.,

00:14:09: Sie möchten eigentlich den eingeschlagenen Weg weiterführen neue Akzente setzen.

00:14:15: In erster Linie möchte ich es weiterführen, so wie es läuft den eingeschlagenen Weg bekräftigen und ausweiten.

00:14:21: Es gibt noch viele Aufgaben auf operativer Ebene die in Südro noch umgesetzt werden müssen.

00:14:28: in Zukunft Und hier kann das Ökos-Institut als operatives Institut, als operative Einheit fast als ingenieurökologisches Institut Ich nenne es mal so damit man versteht was hier passiert Noch viele viele neue Projekte.

00:14:43: Und dabei möchte ich das Ökinstitut unterstützen, dass es weiterhin so arbeitet wie bisher.

00:14:49: Dass es ein gesundes Wachstum ermöglicht und dass wir in jenen Bereichen arbeiten wo es Insytro noch großen Bedarf gibt beispielsweise in der Ausbildung von Technikern, von Ingenieuren Architekten im Bereich der Biodiversität weil jeder Techniker ist Bei jedem Projekt mit Biodiversität konfrontiert und wenn man die grundlegenden Fragen der Biodiverzitätskrise nicht kennt, dann passieren heute leider immer noch viel zu viele Fehler.

00:15:22: Sehen Sie hier auch Schnittmengen?

00:15:24: Sie sind ja Geschäftsführer vom Dachverband für Natur- und Umweltschutz und Präsident des Ölkonstituts.

00:15:30: Sind Sie hier irgendwelche Schnittmehnen oder symbiose Möglichkeiten?

00:15:35: Auf jeden Fall.

00:15:36: Wir sind sehr symbiose eingegangen, wenn man so will.

00:15:39: Im Nachverband ist es gelungen ein Interregprojekt auf die Beine zu stellen als Leadpartner.

00:15:45: An diesem Interreg-Projekt nehmen Teil Südtirol, Kärnten und Notirol.

00:15:50: Und in Südtiroll sind das mehrere Partner der Nachverbarn sowieso als Lead-Partner aber auch das Ökoinstitut.

00:16:01: Nah dran gehen im die spannende Welt der Genossenschaften dem Podcast des Reifeißenverbandes

00:16:08: Südtirol.

00:16:10: Heute mit Thomas Hanni.

00:16:13: Mein Gas ist heute Hans-Peter Staffler eine bekannte und gut vernetzteste Stimme, wenn es um Natur- und Umweltfragen aber auch um gesellschaftliche Entwicklungen geht.

00:16:22: Seit kurzem steht er als Präsident an der Spitze des Ökoinstituts Südturol.

00:16:30: Gegründet wurde das Öko-Institut von Hans Glauber vordenkervisionär.

00:16:34: Gibt es hier eine Begegnung oder einen Erinnerung an Ihnen, ein Ereignis?

00:16:38: Also ist was mit Ihnen verbinden.

00:16:40: Hans Glauber war für mich eine Lichtgestalt.

00:16:44: Ich komme ich noch gut erinnern, ich bin in den Mitte der Trachtigerjahre, die Siebenundachtig und Achtendachtzig nach Wien gegangen zum Studium und da war Hans Glaber im Bereich der Ökologie unter der nachhaltigen Nutzung von Energie ein Vordenker wie man ihn braucht.

00:17:00: Und ich kannte ihn persönlich nicht.

00:17:03: Es gab Begegnungen bei Tagungen aber wir hatten jetzt keine persönliche Beziehung.

00:17:08: Ich war ein junger Student und der war schon sehrativiert, bekannt.

00:17:13: Aber er war für mich als angehender Ökologe ein Südrollervorbild.

00:17:21: Sie haben es erwähnt.

00:17:21: Wichtige Themen waren immer die Biodiversität, die Ökologisierung in der Landwirtschaft weg von der Monokultur, möglichst wenig Pflanzenschutzmittel, das Problem vom Abtriff, die landwirtschaftliche Förderpolitik – da haben sie immer auch ihre Position Zwar immer auch mit Fachwissen und Kompetenz.

00:17:39: Und er mauert aber dann auch relativ sehr klar und unmissverständlich, wie schwierig war es da den Dialog sozusagen mit der Landwirtschaft aufrecht zu erhalten?

00:17:48: Ja, das war natürlich eine Zeit die schon sehr herausfordernd war weil in diesem Land die Kritik, die sachliche Kritik an der landwirtschaftlichen Praxis nicht besonders gut ankommt.

00:18:00: Das war mir natürlich auch klar.

00:18:01: ich komme ja vom Land Ich kenne ja auch die bäuerliche Gesellschaft.

00:18:05: Meine Familie kommt auch aus zur bäurlichen Gesellschaft.

00:18:08: Deswegen ist alles klar.

00:18:09: Aber man hat ja auch und das habe ich sehr stark gespürt diese große Verantwortung der Natur gegenüber.

00:18:16: als Ökologe Ernteökologe hat man da einen sehr klaren Blick, was die Pestizide und was sie abtrittet.

00:18:23: Pestozide ist für uns auch.

00:18:24: Natürlich kommen wir das alles mit wissenschaftlichen Studien unter Mauern aber man bekommt ein Gefühl ich brauche oft keine wissenschaftliche Studie um zu sehen dass etwas nicht in Ordnung ist.

00:18:33: Das ist das eine und das zweite war auch die feste Überzeugung, dass dieser Einsatz an Pestiziden gerade bei uns in unserem Land mit dieser starker Verzahnung zwischen landwirtschaftlichen Flächen, Wohngebieten und auch Tourismus auf Dauer nicht gut gehen kann.

00:18:49: Und es fängt eigentlich an, dass die am stärksten Betroffenen sind ja... Eigentlich die Anwender selbst, die Bäuerinnen und Bauern, die diese Mittel einsetzen müssen.

00:19:00: Weil es in der Monokultur zurzeit nicht anders geht.

00:19:04: Ich habe es versucht aber das ist mir nicht gelungen.

00:19:06: ich wollte auch eine Böcke zu diesen Menschen schlagen weil sie sind eigentlich die Risikogruppe Eins.

00:19:11: Weil Sie dauern mit diesen Mitteln im Kontakt sind.

00:19:15: Für schwache Menschen, also für ältere Menschen, kranke Menschen ist es nachgewiesen und war ein großes Risiko.

00:19:24: Und zu diesen Menschen wollte ich mich einsetzen und das ist nur zum Teil gelungen als die Bäuerinnen und Bauern haben die Botschaft nicht als Angebot verstanden sondern eher als Angriff.

00:19:34: Das habe ich auch immer wieder versucht zu erklären ist aber nichts besonders gut gelungen.

00:19:40: Das kann man im Nachhinein sicherlich auch sagen.

00:19:43: Andererseits, bezog auf die Natur ist es halt so, die Natur hat keine Stimme und da habe ich versucht der Natur eine Stimme zu geben weil es gibt mittlerweile genügend wissenschaftliche Untersuchungen dass sie abdrift ein ernsthaftes Problem für den Insektenwelt ist.

00:19:57: und wenn die Insekte taumeln dann taumelt die Vögel und das setzt sich fort einen drastischen Einfluss auf unsere Biodiversität.

00:20:07: Und da habe ich immer die Vision von der Bioregion Südtirol entwickelt und auch darum geworben, es ist auch klar dass der Umstieg nicht so ohne weiteres geht das war mir klar.

00:20:19: und es ist aber etwas mehr Mut, etwas mehr Verständnis für die Umwelt und auch für die nicht bäuerliche Gesellschaft hätte ich mir damals in meiner politischen Zeit vom politischen Verantwortlichen schon erwartet.

00:20:34: Das heißt, sie haben eigentlich einen guten Ansatz gehabt.

00:20:36: Aber er wurde nicht verstanden von den bäuerlichen Organisationen.

00:20:41: Ja, ich weiß nicht, ob er nicht verstanden wurde.

00:20:43: Ich glaube als ich schätze die bäuerlichen Organisationen sehr, weil sie extrem professionell sind und Sie genau wissen, wovon zu reden.

00:20:50: Aber Sie wissen natürlich auch wenn wir einen Weg wie die Biologio in Südtura einschlagen würden dass das große Auswirkungen hat auf wirtschaftliche Bereiche wie zum Beispiel auf den Pestizidmarkt.

00:21:01: es gibt ja auch eine Pestizzidmark da gibt es ja viele Menschen die daran verdienen.

00:21:05: Der Bauer ist ja nur der Entkunde der verdient überhaupt nicht.

00:21:11: Aber es gibt eine Lieferkette und da gibt es viele, viele Menschen und auch Betriebe die daran verdienen.

00:21:17: Also es gibt Widerstände.

00:21:18: Es gibt massive Widerstande.

00:21:19: Und diese Widerstände wirken durch.

00:21:22: Die durchdringen den allgemeinen Widerstaun.

00:21:24: Deswegen so einfach ist das nicht weil eben ein eingefahrendes System ist dass zugegebenermaßen wirtschaftlich gut funktioniert wobei die Herausforderungen von Jahr zu Jahr größer werden.

00:21:35: Das wissen wir auch, also es ist wirklich nicht mehr einfach mit den Rahmenbedingungen die wir jetzt haben eher der Hitzung und so weiter.

00:21:42: aber es gibt auch einfach große Widerstände und große Systeme erzeugen große Widerschände.

00:21:46: das konnte ich an diesem Beispiel sehr gut lernen

00:21:50: Wobei ein Landwirt ja wahrscheinlich nie mehr Pflanzenschutzmittel ausbringen wird als notwendig sein wird.

00:21:56: und andererseits heißt es immer, dass immer weniger Pflatzenschutzmitteln zugelassen werden.

00:22:00: Die Wirkung nachlässt.

00:22:01: praktisch hat sich auch einiges getan in diesem Bereich.

00:22:04: Was

00:22:05: ich schon feststellen konnte in dieser Zeit in diesen fünf Jahren wo ich mich sehr stark mit Pestiziden auseinandergesetzt habe das natürlich der Widerstand war enorm aber trotzdem haben Viele Genossenschaften auch nachgedacht und zum Teil versucht, neue Wege zu gehen.

00:22:22: Und das glaube ich tun sie immer noch.

00:22:24: Natürlich die politische Forderung damals war man muss halt eine Vision entwickeln und die Vision war diese Bioregion Südtirol.

00:22:30: Mir ist einfach wichtig dass man sich auf den Weg dorthin macht wenn es auch kleine Schritte sind.

00:22:35: irgendwann kann man es erreichen wenn man wenn man dran bleibt.

00:22:38: wie gesagt die Widerstände sind einfach massiv.

00:22:41: Das ist einfach so.

00:22:42: das ist das Gesetz der Drehheit von großen Systemen.

00:22:45: dieses Gesetzes gibt es und dann... weiß oft gar nicht, warum es nicht weitergeht.

00:22:49: Weil man nicht die ganzen Teile des Systems erkennt.

00:22:53: Aber ich bin nach wie vor der Weinung und jetzt nicht als Politiker sondern als Wissenschaftler und auch als Fachpersonen, dass wir als Gesellschaft diesbezüglich einfach neue Wege suchen müssen.

00:23:03: Es geht um die Gesundheit der Menschen, es geht um Die Gesundheit Der Anwender , es geht Um die Gesundkeit der Natur Und die chemisch-synthetischen Pestizide sind ein Risikofaktor.

00:23:13: Wir haben sie jetzt fünfzig Jahre erfolgreich und großflächig an angewandt, ob das noch auf fünfzig Jahre so funktionieren wird, war ich zu bezweifeln.

00:23:21: Sie sind Quereinsteiger in der reifeisen Genossenschaftswelt.

00:23:24: Trotzdem können sie natürlich als Genossenschafwesen, als Reifeisengenossenschaftwesen oder als Südtiroler-Genossenschaftswesen was glaubt ihr?

00:23:31: welcher Rolle könnten Genossschaften aus ihrer Sicht in Zukunft noch übernehmen für eine nachhaltige Entwicklung im Südtierol?

00:23:39: Ich meine wir sind ja alle aufgewachsen und das möchte ich eingangs zu dieser Frage auch sagen, dass Gesellschaften was Gutes sind.

00:23:47: Was Solidarisches sind wo die Last eben gut verteilt wird die Kompetenzen gebündelt werden.

00:23:53: Und deswegen bin ich ein großer Verfechter des Genussenschaftswesens und die Genossenschaften haben in Südtirol großes geleistet, das muss man einfach sagen und darauf kann man auch ohne weitere Stolz sein.

00:24:03: Für die Zukunft denke ich brauchen wir – und das würde dem Genosschaftswesen unter Gesellschaft unglaublich gut tun wenn wir in Richtung Bürgergenussenschaften gehen.

00:24:12: Es gibt einige Beispiele von Bürgergenossenschaft im Lande habe ich mir genauer angeschaut und da auch ein bisschen studiert Und ich denke, das sind Ansätze die wirklich neue Wege in der Zukunft erlauben.

00:24:24: Das Genussenschaftswesen einerseits stärken weil wieder kleine Genusschaften entstehen und vor allem die regionalen Wirtschaftskreisläufe aktivieren könnten.

00:24:36: und da würde ich mir auch von der Politik wünschen, dass diese neuen Zellen die es gibt, diese Bürgergenussenschaften noch stärker unterstützt werden.

00:24:44: Weil wir haben das natürlich unglaublich schwer im Kleinen positiv zu wirtschaften – das ist einfach so!

00:24:49: Es gibt ja auch noch Sozialgenussschaften, die haben's noch schwerer.

00:24:52: aber diese Zellen der lokalen Organisation wo Produktion und Konsum ganz kurze Wege machen, das sehe ich große Chancen an.

00:25:01: Das sehe ich Chancens für die Gesellschaft und Chancen für das Genossenschaftswesen.

00:25:06: Weil, dass wir irgendwie der Genossenschaffler gedanken in seiner Urform selbst lokal tätig wären um vor Ort etwas voranzubringen werden bei ganz großen Genossenschaften ein Außenstehender oft nicht mehr erkennt also es überhaupt eine Genossesschaft ist.

00:25:21: Die großen Grösenschaften bei uns sind globale Player.

00:25:24: Da ist sehr wohl die Produktion, wird noch genossenschaftlich organisiert aber die Verteilung der Produkte erfolgt weltweit.

00:25:31: und wenn man sich auf den Weltmarkt begibt dann ist man vom Weltmarkt abhängig.

00:25:35: Dann entscheiden jetzt unter Anführungszeichen die Börsen über dem Preis und über den Erfolg bei lokalen, also wenn wir auf gemeindeebene oder auf übergemeintlicher Ebene bleiben dann hat man natürlich etwas was man im globalen Kontext nicht mehr hat.

00:25:49: Das ist das Vertrauen zwischen Produzent und Konsument, weil der Konsument den Produzenten kennt.

00:25:56: Und der Produzent kennt den Konsumenten im Idealfall und da ist er nicht nur der Preis das Allerwichtigste sondern auch das Vertrauen.

00:26:03: Wenn der Konsument vertraut hat in den Produzenten dann ist er auch bereit ein bisschen mehr zu zahlen für das Produkt.

00:26:09: Was wegfällt sind die großen Transportkosten.

00:26:12: was wegfält ist das Zwischenhandel und dann bleiben und dass da kann man auch beobachten reine Seiten steigen positiv aus.

00:26:19: Der Produzent bekommt mehr für das produkt einen normalen Preis hat aber ein Produkt, das mit Identität und Vertrauen behaftet ist.

00:26:28: Es heißt der Reichweißenverband Südtirol im Kleinen mit diesen vielen Starten der Genossenschaften vom Sozial- überwohntbau Energie, Reichweissenkassen, Obstwei Milch natürlich

00:26:39: usw.,

00:26:40: sie waren ja bei der Vollversammlung des Reichweissenverbandes.

00:26:43: was hatten Sie da für einen Eindruck als Präsident einer Genossenschaft?

00:26:47: Ja, also das was mich besonders beeindruckt hat und das ist der große Wert von Reifeisen-Verbanden.

00:26:53: Ist einfach die gebündelnde Kompetenz, die man dort antrifft.

00:26:57: Die ist eine Art Gemeinschaft wo alle mit den ähnlichen sozialen und solidarischen Gedanken versuchen ihr Geschäft weiterzubringen.

00:27:05: Und was mich auch besonders gefreut hat dass ich viele Weggefährten dort wieder getroffen habe, mit denen ich in der Vergangenheit Zeitabschnitte vor allem beruflich aber auch privat aber vorberuflich geteilt hab hat mich besonders gefreut.

00:27:17: Das war ein Hallo und das war auch sehr schön, ich habe mich gleich aufgenommen

00:27:22: gefühlt.".

00:27:23: Sie sind da vor ein paar Tagen sechzevier Jahre alt geworden?

00:27:26: So ein Rundeshybillärm ist ja auch immer Anlass bis dahin zurück zu sehen aber auch nach vorne wenn sie sozusagen ihr bisheriges Leben jetzt in ein zwei Sätzen zusammen fassen müssten.

00:27:37: bei eurer Satz beschreibt ihr bisher heriges Leben am besten.

00:27:41: Ich bin dankbar für die Vielfalt an Aufgaben, die ich machen durfte und ich verspüre jetzt noch eine große Motivation diese Erfahrung, die in den letzten dreißig Jahren beruflich sammeln durften in den nächsten zehn oder zwanzig Jahren weiterzugeben.

00:27:59: Vielen Dank für das Gespräch!

00:28:01: Herzlichen Dank!

00:28:05: Naar dran gehen in die spannende Welt der Genossenschaften dem Podcast des Reifeisenverbandes Südtirol.

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