Wie viele Facetten hat ein Mensch?

Shownotes

Präsidentin der Sozialgenossenschaft Efeu, Organistin, Biologin und Lehrerin im Ruhestand: Maria Theresia Noflatscher hat viele Facetten – verbunden durch ihre Neugier und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Bei nah.dran.ge(h)n spricht sie über ihr Engagement für die Sozialgenossenschaft Efeu, über Verantwortung für andere, Gemeinschaft und prägende Schicksalsschläge. Sie erzählt, wie ihr Glaube ihr Kraft gibt und warum für sie das Füreinander-Einstehen so wichtig ist. Und ganz nebenbei lernen wir eine weitere überraschende Facette kennen: Als Biologin entdeckte sie vier neue Spinnenarten.

✨ Und um einen Gedanken, der bleibt: „Freude ist das Äußerste, was die Menschen in ihrer Macht haben.“

🎧 Ein persönliches Gespräch über Verantwortung und soziales Engagement. 🎧

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00:00:02: Naar dran gehen in die spannende Welt der Genossenschaften.

00:00:07: Dem Podcast des Reifeisenverbandes Südtirol, heute mit Vicky Rabensteiner.

00:00:15: Wir befinden uns heute in Stufels in Brixen und treffen Maria Theresia Noflatscher bei sich zu Hause.

00:00:21: Sie lebt inmitten von Kunst und doch zieht es sie immer wieder hinaus in eine Natur.

00:00:26: Ihr großes soziales Engagement zeichnet sie aus ist sie doch das Gesicht der Sozialgenossenschaft EVOI in Prixen.

00:00:33: Dass ihr großes Verständnis für soziale Anliegen bereits in der Kindheit verwurzelt ist, davon erzählt uns Maria Theresia Noflatscher heute im Podcast Nadran Gehen.

00:00:44: Herzlich willkommen Frau Noflatsu!

00:00:49: Ich spüre die Verantwortung stark – da gibt jede Woche andere Aufgaben zu bewältigen sind.

00:00:56: wenn man mit so vielen Leuten Mit so vielen Geschwistern aufgewachsen ist, dann gibt es jeden zweiten Tag irgendetwas zu bewältigen.

00:01:06: Das war schon ein großer Schreck, wie Peter gestorben ist das schon.

00:01:12: Freude ist das Äußerste was die Menschen in ihrer Macht haben und mit diesem Wort Freude kann ich etwas an.

00:01:22: Fraunhoflatscher sind für Engagement der Sozialgenossenschaft E-Voll bekannt.

00:01:27: Sie stehen dabei dem Verwaltungsrat als Präsidentin vor.

00:01:30: Wollen sie uns ein wenig erzählen, was die Kernaufgabe der Sozialgenussenschaft EVO ist, die sich auf die sozialpädagogische und therapeutische Förderung von Menschen mit Wahrnehmungsstörungen spezialisiert hat?

00:01:41: Und wie Sie eigentlich zu dieser großen Aufgabe gekommen

00:01:45: sind?".

00:01:46: In das Sozialgenossenschaft EVOL werden junge behinderte Erwachsene therapiert und betreut nach nach einem Schweizer Modell, nach dem Affhultermodell.

00:01:57: Die Eltern oder einige Eltern von Klienten, die noch bei uns sind, haben vor gut zwanzig Jahren die Sozialgenussenschaft E-Voy gegründet und sie haben sich mit der Affhultermodelle beschäftigt und festgestellt dass ihre Kinder auf diese Therapie sehr gut ansprechen.

00:02:16: Um im Verwaltungsrat, da war vor gut zehn Jahren Konrad Musner, primal von Stärzing, der mir öfters beim Orgelspiel die Register gezogen hat.

00:02:27: Dann er hat nicht mehrmals gebeten ob ich für ihn in den Verwaltung Rat geben würde.

00:02:32: Das habe ich dann ihr getragen gemacht.

00:02:35: Etwas später hat ein einer der Präsidenten das Geld in Gold, in Deutschland angelegt und wir hatten von einem Tag zum anderen kein Geld mehr.

00:02:46: Er wurde dann entlassen von seinem Amt und im Verwaltungsrat war niemand bereit die Präsidentschaft zu übernehmen.

00:02:54: das hat dann mein Poder Peter gemacht und der ist dann glaube ich so circa drei Jahre da Präsident der Genussenschaft gewesen und er hat auch gemerkt dass das eine sehr aufwendige Angelegenheit ist.

00:03:08: man hat die Verantwortung für einen Betrieb.

00:03:10: Das manchmal meinen die Leute ja so, dass ein bisschen sozial das geht hier gut vernimmt und der hat dann mehrmals zu mir gesagt.

00:03:17: Ich soll das übernehmen!

00:03:19: Das bedeutet also eben, wie Sie es auch sagen aus einer Genossenschaft, hat einerseits eben das Wir, das Wohlaller im Sinne... Aber dennoch ist es so, man muss auch Wirtschaft.

00:03:30: Man muss das eigentlich unternehmerisch führen und man darf nicht ins negative gehen, budgetmäßig.

00:03:35: Und von daher ist die Verantwortung groß und wenn man sie ehrenamtlich übernimmt eine solche Aufgabe, investiert man viel Zeit und auch übernimmt eine große Verantwortung.

00:03:44: Spüren Sie diese Verantwortung?

00:03:46: Alkohol überwiegt bei Ihnen immer noch.

00:03:48: die Freude für das Tun und für das ganze Output, dass Sie hier sehen.

00:03:52: Ich spüre die Verantwortung stark.

00:03:53: Da gibt jede Woche andere Aufgaben zu bewältigen sind.

00:03:57: aber doch wenn ich im EVO bin und die Behinderten Erwachsenen dort erleben dann bereiten sie mir große Freude.

00:04:06: und auch die jungen Angestellten dort.

00:04:09: Die sind mit viel Engagement und auch mit Freude dort.

00:04:12: Wir hatten ja selbst das Glück, also dass die Struktur besichtigen zu dürfen, reinschauen zu dürfen und haben gesehen, dass es eine sehr ruhige sonnige warme Atmosphäre dort gibt.

00:04:23: Also, dass alles sehr gut betreut werden.

00:04:27: Möchten Sie vielleicht ein bisschen auf diese Auffoltermethode eingehen oder nur kurz erläutern was anders ist wie in anderen Einrichtungen?

00:04:35: Ja bei uns... werden die Klienten auch therapiert.

00:04:38: Da findet nicht nur Betreuung statt, sondern auch Therapie eben nach dem Erfolter-Modell.

00:04:44: Da werden die klienten geführt und sie kommen dann in die Entspannung.

00:04:51: Und daher auch die ruhige Atmosphäre dort.

00:04:54: Wir werden von einem Schweizer, Herrn Walter Ewald zweimal im Jahr evaluieren in dieser Methode.

00:05:02: Das ist für uns sehr hief.

00:05:04: Er sagt auch jedes Mal wenn er kommt dass wir auf einer hohen Professionellibene unterwegs sind.

00:05:10: Sie haben im Vorgespräch erzählt, sie selbst sind in einer großen Gemeinschaft groß geworden, also in einer Großfamilie.

00:05:17: Sie stammen aus Albain und sind am Kirchherhof als neunte von neun Kindern geboren worden.

00:05:23: Ihr Vater ist leider schon sehr früh mit fünfzig Jahren verstorben und sie sagten einmal eine so große Familie bedinge es eigentlich sozial zu sein oder sozial zu werden.

00:05:32: würden sie das auch so umreißen wollen?

00:05:35: Ich denke schon.

00:05:36: Wie gesagt, ich bin die neunte von neuen Geschwistern.

00:05:40: der Vater ist bei uns mit Anfang fünftig verstorben und ja da mussten wir schon alle ordentlich zusammenhalten damit das Leben weitergeht.

00:05:49: Das hat die Mutter von uns eingefordert.

00:05:51: sie hat großes geleistet das sehen wir im nach.

00:05:53: Nein, oder ich sehe das im Nachhinein und sie hat es auch eigentlich öfters von sich gesagt.

00:05:57: Er werdet erst Peter merkt was ich alles gelastet habe um das.

00:06:01: Und eine der großen Leistungen wahrscheinlich auch ihrer Mutter war dass sie die Kinder gefördert hat in ihrer Entwicklung und dann auch sie befeuert hat sich weiter zu bilden auszubilden.

00:06:12: denn anders als man vielleicht annehmen möchte ist ihr beruflicher Hintergrund ja nicht jener der Sozialpädagogik sondern Sie haben in Innsbruck Biologie studiert und haben sich dann auch später stark spezialisiert.

00:06:23: Woher rührt dieses Interesse für die Biologie?

00:06:26: Oder wie kam es zu dieser Studienwahl?

00:06:28: Zufällig, rein zufällig!

00:06:32: Ich habe im Leben eigentlich nicht so herumgedüftelt ob jetzt das passieren soll oder dass nächste passieren soll daheim wie wir so viele Geschwister waren.

00:06:42: da hat man von einem Tag auf den anderen geschaut, dass das Leben weitergeht.

00:06:48: Die Mutter hat von uns die Arbeit zu Hause am Hof eingefordert, die haben wir gemacht.

00:06:52: Und die Schule nebenbei ist uns zum Glück gut gelungen.

00:06:58: und dann bin ich einmal nach Innsbruck gefahren.

00:07:01: da war schon meine ältere Schwester an der Uni und sie ist mit mir zur Universität gegangen und da habe ich einfach ein paar Richtungen gesehen und mir kam vor dass es das Übersichtlichste auf der Biologie

00:07:17: Aber wahrscheinlich auch der Bezug aus der Landwirtschaft von zu Hause, also dass sie das Ganze auch geschätzt haben.

00:07:22: Wahrscheinlich die Lebenszyklen...

00:07:25: ...von

00:07:26: der Erfner Natur?

00:07:27: Ja und das habe ich eigentlich mehr danach im Nachhinein genackt oder ich merke das heute noch wie sehr ich mit dem Feld verbunden bin.

00:07:35: Ich gehe gerne aufs Feld und mache dort meine Arbeit nicht helfen mit unter meiner Nichte in Alveins.

00:07:42: Sie haben sich auch sehr interessant spezialisiert in Innsbruck Und zwar haben sie mir erzählt, in ihrer Doktorarbeit haben Sie das Thema der Spinnen gewählt.

00:07:50: Sind dann in die Feldarbeit an ziemlich als auch mehrere Standorte ins Vittorl gereist auf den Sonnenberg in Druckene gegen einen im Unterland, ins Eisaktal rund umsäben?

00:08:01: Wie kam diese Wahl, dass es Spinnen waren für die sich dann interessiert hatten?

00:08:07: Auch das war rein zufällig!

00:08:09: Ich bin damit meiner Freundin Susanne.

00:08:11: Wir wollten ... uns ein Thema für die Diplomarbeit suchen.

00:08:14: Und dann haben wir unterwegs einen Südtiroler getroffen aus den Bustertal und der hat gesagt, geht zum Herrn Daler oder zum Professor Daler hin?

00:08:23: Der kann euch ein Thema geben!

00:08:25: Dann sind wir zu ihm hingegangen wobei ich davor bei ihm ein Praktikum gemacht habe und wir am Ende des Praktikums ein Eis gegessen haben dass wir das hinter uns haben.

00:08:34: so oberen wir über diese Begebenheit.

00:08:37: und wie er merkte, dass ich aus Südtiral komme hat er sofort Interesse an mir gezeigt, weil ja die Spinnen im südlichen alten Bereich eine große Besonderheit auch darstellen.

00:08:48: Der hat mir dann als Diplomarbeit die Spinnern an druckenden Standorten in Allweins vorgeschlagen und das habe ich dann gemacht.

00:08:56: Ich habe da auch in den Obstwiesen fallen gestellt immer ein Jahr lang in verschiedenen Lebensbereichen.

00:09:05: Da hatte ich schon sehr besondere Funde.

00:09:08: Er war sehr erfreut über die hohe Artenzahl in Hallmeins und ich hab mich, ich war dann fasziniert wie die wunderbar aussehen.

00:09:20: Die meisten wissen nicht was für eine Ästhetik allgemein die Spinnentiere und natürlich auch den Sack nahm sei es vom Aussehen als auch von den Farben.

00:09:30: Wir sind ja heute, als wir doch hier verwinkeltes Haus oder mehrstückiges Haus ins Stufels gegangen sind, auch einem großen Mikroskop vorbeigegangen.

00:09:38: Sie haben ja im Anschluss an das Studium auch unterrichtet, lässt einen eine solche Leidenschaft ein Leben lang nicht los.

00:09:45: Also dass man sowohl in der Wissensvermittlung als auch im Privaten dann immer wieder eigentlich weiterforscht und sich neu erfindet indem man sagt, man sucht weiter in der Natur.

00:09:56: Ich habe nach

00:09:57: der Diplomarbeit noch ein Forschungsdoktorat gemacht über Spinnenangserotärmenstandorten in Südtiron Und im Finch war in Kastelfeda auch in Neustift besondere Arten gefunden.

00:10:13: Auch die Lebensgemeinschaften sind in jedem Lebensraum wieder anders, das war schon interessant!

00:10:21: Ja ich habe auch vier neue Spinnenarten gefunden.

00:10:24: Das ist schon was Besonderes.

00:10:26: Und den Schülern, also den Jugendlichen konnten sie die Begeisterung für die Natur auch vermitteln?

00:10:32: Oder wie holt man mehr aus Jugendlichen heraus als nur im Unterricht mit Fachbüchern?

00:10:39: Zum einen haben wir in der Schule die Tiere auch angeschaut und angegriffen, sei es Insekten oder Spinentiere, so durften die ja auch mit.

00:10:48: mitbringen.

00:10:49: und dann gibt es in der ersten Klasse durch junge Leute, die mit Ekelhaftigkeit den Tieren begegnen.

00:10:56: Das war mir ein großes Anliegen dass sie merken das die Natur etwas anderes ist, dass die Tiere und Daktiflanzend eine ästhetische, eine großestätige Angelegenheit auch sind.

00:11:10: Und zum einen haben wir das in der Schule versucht.

00:11:14: Ich glaube schon, das ist mir auch gelungen.

00:11:16: Die haben das mit der Zeit abgelegt und mein Kollege Andreas de Clara hat viel Schlangen in die Schule gebracht.

00:11:23: Er hat sich dann ein Kübeln mitgebracht und ich habe diese Kübel in die Klassik mitgenommen und da muss ein Deutschlehrer lange arbeiten bis er diese Emotionen in seinem Bereich schaffen kann, die es dort gegeben

00:11:38: hat.".

00:11:38: Und am Anfang, da wollen Einzelne die Schlange angreifen und irgendwann haben dann alle das Bedürfnis.

00:11:44: Ich möchte jetzt auch in der Hand.

00:11:45: Wahrscheinlich

00:11:46: lernen am lebenden Objekt oder lernen in der Natur wie Sie auch erzählt haben wenn man auf die Blosse geht und dann die verschiedenen Vegetationsstufen im Abstieg sieht.

00:11:55: also dass erkennen in der natur ist etwas anderes als es nur sich erlesen und erlernen.

00:12:01: Dass das ins freie gehen ist ganz etwas Wichtiges.

00:12:04: ich habe da auch ja kann.

00:12:07: Ich erzähle jetzt zwei Besonderheiten.

00:12:09: Ein Jahrmal hatte ich einen Schüler, der in der Schule

00:12:14: so durchschnittlich war

00:12:16: und das sind die im Flirsch auf die Hütte rauf und dann irgendwo an die Kuppe und da sieht man ja viele Berge rundherum.

00:12:25: und da hat er betreffend gesagt, Zeitstil!

00:12:27: Ich habe sowas noch nie in meinem Leben gehabt.

00:12:30: Achtzehnjährig oder wenn man in die Schlüter ans Auge geht nach Matsch oder auch Kastelfeder.

00:12:41: Wir haben ja so viele wunderbare Lebensräume und das dann manchmal die Schüler, wieso machen wir das nicht?

00:12:48: Sie haben das gesagt, sie haben durchaus ein großes Empfinden für die

00:12:53: Natur.".

00:12:56: Nah dran gehen in die spannende Welt der Genossenschaften – dem Podcast des Reifeißenverbandes Südtirol heute mit Vikirabensteiner.

00:13:09: Wir treffen Maria Theresia Noflatscher bei sich zu Hause.

00:13:12: Ihr großes soziales Engagement zeichnet sie aus, ist sie doch das Gesicht der Soziagenussenschaft Efeu in Prixen!

00:13:21: Wenn Sie jetzt mit so großer Begeisterung von Ihrer Lehrtätigkeit erzählen... Sollten unsere Hörer wissen, sie sind jetzt seit einigen Jahren im Ruhestand.

00:13:29: Wir haben Sie diesen Übergang geschafft von einem aktiven Berufsleben hin zur Pension.

00:13:35: Also nicht jeden fällt das natürlich leicht.

00:13:37: oder haben Sie jetzt neue Tätigkeiten mit denen Sie den Tag am liebsten verbringen?

00:13:43: Es war ja so dass ich in den letzten Unterrichtsjahren bereits die Präsidentschaft im eVoll über hatte... Dann bin ich ja auch noch in Albans die Organistin.

00:13:54: Wir haben einen Bruder, der Hilfe braucht.

00:13:56: Ich wohne mittlerweile mehr in Albanz als in Prixen und das ist mir dann zu viel geworden.

00:14:02: Ich musste da mit großer Disziplin die Tage verbringen und es hat mich in der Schule sehr gut gefallen.

00:14:08: aber ich bin dann vorgewiesen dass sich ein Paket weniger hatte.

00:14:12: Sie haben eben das jetzt noch kleinwillig angeschnitten, aber der Ausgleich den sie in der Musik finden Die Arbeit als Organistin der Fraktion Albainz, das ist ihnen sehr wichtig.

00:14:24: Das gibt Ihnen auch viel nicht wahr?

00:14:26: Als musikalisch tätig zu sein.

00:14:29: Ja ich habe in der Mittelschule und in der Oro-Schule Klavier gelernt und dann danach eigentlich auch wieder eher Gezufahl begonnenen Orgelstunden zu nehmen.

00:14:42: Ja, beim Vorregendomorganisten Otto Robertscher und dem war es ein Anliegen mir beizubringen dass ich die Messen gut begleiten kann.

00:14:52: Das ist ihm gelungen und ich bin darauf eingestiegen.

00:14:55: Das habe ich dann gemacht und wir haben in den letzten Jahren, wir haben lange den Herrn Albert Bürgsteller bei uns als Chorleiter gehabt.

00:15:02: Das hat damit großem Engagement gemacht und in den vergangenen Jahren die Frau Sattler klarer.

00:15:07: Und man konnte mit ihnen wirklich toll musizieren und das bringt auch Freude!

00:15:11: Auch hier auf beim Chor spielt das Soziale eine große Rolle.

00:15:15: Da fällt mir gerade die Else ein wie aus München nach Albeitz gezogen ist Als sie mit dem Schauspieler Peter mit der Rutzna verheiratet, wie die gegangen ist.

00:15:26: vom Chor hat sie gesagt.

00:15:28: Ich habe in Allweins mit dem Chor Heimat gefunden.

00:15:32: Große Worte für uns als Gemeinschaft.

00:15:34: oder es gibt auch andere Chorsänger, die inzwischen mal eine schwere Krankheit zu tragen hatten oder sonst das Schwere zu tragen haben?

00:15:42: Dann werden Sie ...

00:15:44: Hilft Ihnen das auch mehr?

00:15:45: Sie haben es auch erzählt gehabt Sie mussten im Leben mehrere Schicksals, Schläge erleben darunter den plötzlichen Tod ihres Bruders im Oman.

00:15:54: Hat dies ihren Blick auf das Leben generell verändert?

00:15:57: Sind Ihnen heute andere Dinge im Leben wichtig als früher?

00:16:02: Ich glaube dass wenn man mit so vielen Leuten und Geschwistern aufgewachsen ist, dann gibt es jeden zweiten Tag irgendetwas zu bewältigen.

00:16:14: Das war schon ein großer Schreck!

00:16:17: wie der Peter gestorben ist, das schon.

00:16:19: Aber wir haben einfach davor auch immer wieder schauen müssen fertig zu werden.

00:16:24: oder in meiner Kindheit ist man auch mehr in den Nachbarhäusern ein und ausgegangen.

00:16:29: Ich denke jetzt gerade bei uns an die Vizemarie.

00:16:32: Da haben wir in der Nachbarschaft drei ledige Leute gewohnt und die Marie war die Bäuerin dort und ihr Bruder.

00:16:40: Der Louis hat recht getrunken hat dann einmal auf der Straße tröben ein Motorrad angefangen und dann hat es da auch mehrmals Gerichtsverhandlungen gegeben.

00:16:56: Und wenn man bei der Marienhause gegangen ist, kann ich mich erinnern, ist sie da Boden gelegen?

00:17:00: Habe ich gemerkt, dass jetzt gestorben wurde?

00:17:02: Da haben wir geliebt mit denen oder auf der anderen Seite unseres Hauses.

00:17:08: Da haben zwei ledige Frauen gewohnt Die Verena und die Anna.

00:17:13: Und da ist die Stärke von den beiden, die Anna, die ist vorher verstorben... ...und dann hat die Verena, da war ich um die... ...den Kich um die dreißig, hat die verena mich gefragt ob ich hier helfe ihr Leben zu bewältigen?

00:17:26: Sie hat gefragt das Leben zum Bewältigen betreißen?

00:17:28: Ja

00:17:28: einfach so!

00:17:30: Da musst du deine Liebe verdammt besorgt werden oder?

00:17:33: Einfach sie selber war auch depressiv, die es in Behandlung gewesen.

00:17:40: Ja, das habe ich dann übernommen.

00:17:43: Und im Moment meint man, ja, das ist jetzt eine Aufgabe für mich und die Verena hat immer wieder gesagt, ich bete jeden Tag für dich.

00:17:52: Im Nachhinein merke ich erst, dass sie mir das Geschenk gegeben hat.

00:17:55: Dass sie mir dieses Geschenken gegeben hat bei der Haustür aufzutun.

00:18:00: Ich kann vieles von dort

00:18:02: erzeugen.".

00:18:02: Ist es auch so, Sie engagieren sich eben in privaten aber eben auch für die Genossenschaft?

00:18:09: Gelingt es Ihnen auch, andere Menschen für dieses Ehrenamt zu begeistern?

00:18:14: Sie hineinzuholen in ein Verwaltungsrat und etwas von sich zu geben – von Ihrer Zeit, von Ihrem Engagement.

00:18:21: Ist das für sie auch ein Anliegen, anderen Menschen für das sozial- genossenschaftliche

00:18:26: Zubegeistern?"?

00:18:28: Das mache ich eigentlich nicht!

00:18:30: Natürlich, wenn ein Verwaltungsradsmitglied ausfällt dann muss ich mich darum kümmern.

00:18:36: wer kommt jetzt nach?

00:18:37: und das ist auch ein großes Thema im EVOI.

00:18:40: Es war der Wunsch dass nicht nur Betroffene in den Verwaltungssrad kommen sondern auch andere.

00:18:45: Ja, ich habe darüber viel nachgedacht.

00:18:48: Wir hatten auch in der Vergangenheit die Mitglieder im Verwaltungsrat, die nicht direkt betroffen waren.

00:18:53: Sie kommen mit einer anderen Sicht daher.

00:18:55: Die kann durchaus positiv sein und in manchen Bereichen fehlt ihnen auch die Erfahrung.

00:19:00: Und ich mache hier ab ihm der Genossenschaft selbst oft auch den Vergleich ... Ich denke an die Obstgenossenschaft oder an die Prämie beispielsweise.

00:19:09: Ich komme von der Landwirtschaft Und im Verwaltungsrat dort sage ich mir, da wollen die Bauern wahrscheinlich niemand anderen drinnen haben.

00:19:17: Die verstehen das nicht.

00:19:18: Aus Vergleich auch und deswegen glauben sie auch dass es besser ist jemand hat einen Bezug also zu der jeweiligen Genossenschaft.

00:19:27: Es sollten einige drin sein.

00:19:28: Allgemein bin ich der Meinung, dass in unserer Gesellschaft viele Menschen viel mehr die Verantwortung für andere übernehmen sollen, die Hilfe brauchen.

00:19:39: Das soll in den Familien beginnen.

00:19:41: Es lastet viel zu viel auf einzelne Mitglieder der Familie, das Bewusstsein, dass man etwas gemeinsam fragen soll...

00:19:51: Nicht immer gegeben, sie

00:19:52: ist nicht mal ging.

00:19:56: In unserer Gesellschaft.

00:19:58: Wohlhabenden Situationen, die wir sind.

00:20:02: Sie sind hier umgeben von Büchern und lieben es, denke ich, zu lesen.

00:20:08: Ziehen Sie auch Kraft aus diesem Hobby, also Literatur, so Lektüre?

00:20:14: Ja ich habe viel gelesen.

00:20:15: Ich lese gerne.

00:20:16: In letzter Zeit fiel ich religiöse Literaturs und das gibt mir wirklich Kraft.

00:20:22: Es gibt mir Kraft auch im Euphorium.

00:20:26: Und dass jetzt fast schon ein schönes Hinführen zu unserer Abschließenden noch sehr persönlichen Frage an Sie.

00:20:33: Wann Frau Noflatscher sind sie am glücklichsten?

00:20:37: Mit dem Wort Glück habe ich so meine Schwierigkeit.

00:20:42: Ich zitiere da den reiner Maria Rilke, der in seinem Buch Du musst ein Leben ändern.

00:20:48: Da schreibt er Freude ist unsäglich.

00:20:51: wer als Glück?

00:20:52: Glück bricht über die Menschen herein.

00:20:54: Glück ist Schicksal.

00:20:56: Freude bringen sie in sich zum Blühen.

00:20:59: Freuda ist einfach eine gute Jahreszeit über den Herzen und Freuda is das Äußerste was die Menschen in ihrer Macht haben.

00:21:08: Mit diesem Wort Freude kann ich was anfangen.

00:21:12: Freude verspüre ich, wenn ich jetzt in Albans bin und es kommen die kleinen Kinder meiner Nichten ins Haus rein.

00:21:21: Und sie haben eine Freude – auch mein Puder wäre meine Freude -, wenn Sie kommen.

00:21:26: Die leben dann auch schon zum Teil mit uns.

00:21:29: Ich habe eine FreUDe mit den behinderten Menschen im E-Fall, eine große FreUDde.

00:21:37: Ich sehe, dass diese ganze Situation da oben nicht so sehr von der sozialen Seite.

00:21:44: Das ist auch ungewöhnlich weil eben als Sozialgenussenschaft und eigentlich auf Hilfe ausgerichtet wird.

00:21:49: immer meinen man hat das soziale Einblick.

00:21:52: Nein ich bin da bei denen am Tisch und ich bin fasziniert von den Begegnungen mit ihnen.

00:22:03: oder Es ist auch der Sohn, mein versterbene Poderspeter dort.

00:22:09: Der Thomas ist seinerzeit normal geboren und hat dann eine zu hohe Sauerstoffgabe gehabt von dieser Situation.

00:22:21: Und in früheren Jahren, wenn es mir nicht gut ging, da habe ich mir öfters gesagt jetzt muss sich zum Domus gehen zu schauen wie man tut.

00:22:29: Nicht so sehr sozial sehe ich das.

00:22:31: Oder wenn Leute sagen, wenn wir da mit ihnen irgendwo sind und dann sagen Leute zu mir, ja, da müsste mal jemand am Tag arbeiten um danach zufrieden sein.

00:22:40: Mit diesen Aussagen kann ich gar nichts sagen.

00:22:43: Sondern Sie haben unseren Podcast heute mit Rainer Maria Rielke mit einem sehr literarischen Zitat zum Abschluss gebracht.

00:22:50: Ich möchte

00:22:50: noch eine Sache mit der Freude sein.

00:22:52: Eine etwas Wichtiges!

00:22:54: Wenn ich meine Freunde treffe... mit denen ich ein Leben lang in der Freundschaft verbunden bin, dann habe ich eine

00:23:01: ehegerissen

00:23:01: Freude.

00:23:02: Das gibt da einige, ne?

00:23:03: –

00:23:04: Das ist schön!

00:23:05: Danke unserem heutigen Gast Maria Teresa Noflatscher für dieses sehr interessante und tiefsinnige Gespräch.

00:23:12: Und danke Ihnen liebe Zuhörerinnen und Zuhöre fürs dabei sein.

00:23:17: und hören Sie wieder rein in unseren Podcast wenn es heißt Nahr dran gehen Menschen und ihre Geschichten in Syterios-Reifeisengenossenschaften.

00:23:25: Danke fürs dabei

00:23:37: sein!

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