Psychische Gesundheit: "Man muss nicht erst grüne Mäuse sehen"

Shownotes

Viele Menschen holen sich erst Hilfe, wenn es gar nicht mehr geht. Dabei müsse man nicht warten, „bis man grüne Mäuse sieht“, sagt die Psychologin und Psychotherapeutin Sabine Cagol.

Im Podcast „nah.dran.ge(h)n“ spricht sie darüber, welche Anzeichen man ernst nehmen sollte, warum in Südtirol oft noch zu lange die Zähne zusammengebissen werden – und was die Corona-Zeit vor allem bei jungen Menschen hinterlassen hat. Ein Gespräch über ein Thema, das mehr Menschen betrifft, als man vielleicht denkt.

🎧 Eine Folge über die Bedeutung der eigenen psychischen Gesundheit in Südtirol – jetzt reinhören in „Nah.dran.ge(h)n“.

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00:00:02: Nah

00:00:03: dran gehen in die spannende Welt

00:00:05: der Genossenschaften.

00:00:07: Dem Podcast des Reifeißenverbandes Südtirol, heute mit Thomas Hangi.

00:00:15: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von nah dran gehen!

00:00:19: Fast jede Woche nimmt sich in Südturol ein Mensch das Leben.

00:00:23: gleichzeitig sprechen wir so viel über mentale Gesundheit, Depressionen und Krisen.

00:00:28: Wie passt das eigentlich zusammen?

00:00:30: Und was können wir tun damit Menschen rechtzeitig Hilfe bekommen?

00:00:35: darüber?

00:00:35: Und über andere Fragen spreche ich heute mit Sabine Kargol.

00:00:39: Sie ist Psychologin und Psychotherapeutin war Präsident in der Psychologenkammer Bozen und ist Gründerin und Opfer der Sozialgenossenschaft.

00:00:48: die Arzt.

00:00:48: Frau Kargoll vielen Dank dass sie sich Zeit genommen haben für dieses Gespräch.

00:00:53: Danke Ihnen für die Einladung.

00:00:57: Wir haben eine hohe Suizidrate, zu mir kommen Leute früh genug vor allem Jungen!

00:01:07: Dass der Mensch schnell wieder auf die Füße kommt und dass er Lösungen für sich findet.

00:01:13: Frau Karol bleiben wir gleich bei dieser Zahl rund fünfzig Menschen im Jahr, die sich das Leben nehmen.

00:01:19: wenn sie diese Zahl hören was geht ihnen dabei durch den Kopf?

00:01:23: Wie sehen Sie das als Psychologin?

00:01:26: Wenn ich so zurückblicke, denke ich in Südtirol ist viel passiert.

00:01:30: Also wir wissen das!

00:01:31: Wir haben eine hohe Suizidrate... Es wurde viel getan.

00:01:35: Das ist die gute Nachricht!

00:01:37: Ich kann mich erinnern, als wir das Suizidpräventionsnetzwerk gegründet haben mit Roger Bücher und dem Forum Prävention unter Caritas – das war ein Erfolgsprojekt.

00:01:48: Jetzt ist es ein großes Netzwerk.

00:01:50: Ich denke, es wird viel präventiv gemacht.

00:01:53: Es wird viel informiert.

00:01:55: Und das ist gut.

00:01:57: Und da sehen wir auch dass sich das positiv auf die Suiziderate auswirkt.

00:02:04: Natürlich hatten wir auch nach Covid nochmal unterschiedliche Ausprägungen.

00:02:10: Sehr verständlich!

00:02:11: Ich würde insgesamt sagen, wenn ich so an meine Anfänge zurückdenke... Meine erste Arbeit die war auch in einer Sozialgenossenschaft im Südtiroler Kinderdorf.

00:02:22: Damals das war so Um den Dreh-Sechs, da entstand das Netzwerk für Kinder Jugendpsychiatrie.

00:02:28: Ich kann mich erinnern... ich war die erste Psychologe in der therapeutischen Wohngemeinschaft in Kinderdorf und wir wussten alle nicht genau.

00:02:35: ein landesweiter Dienst, der was auch damals eben die Wohngemeinenschaften sowie heute inkludiert.

00:02:42: Wie geht das genau?

00:02:43: Inzwischen ist ganz viel entstanden!

00:02:45: Die Abteilungen mehr an Kindern und Jugendpsychatrie, die Fachamulanzen landesweit, die gut funktionieren.

00:02:51: Ich glaube, dass es ganz viel passiert.

00:02:53: Sie haben es jetzt geschafft auf meine Frage zwar zu antworten, aber sie doch irgendwie zum Gehen.

00:02:58: Deshalb möchte ich noch mal fragen warum glauben Sie die Suizidrate in Südhol vergleichsweise hoch?

00:03:03: Da gibt es unterschiedliche Theorien.

00:03:05: Ich sag immer je mehr wir Richtung Norden schauen Je höher die Suizeitrate insgesamt.

00:03:11: Das kann man weltweit beobachten.

00:03:13: Je mehr Richtung Süden je niedriger sie ist.

00:03:16: Natürlich gibt es einige Faktoren, die den Südtirolern nicht gerade helfen.

00:03:21: Also wir sind eher introvertiert vor allem eben um psychisches Wohlbefinden oder eben Schwierigkeiten.

00:03:28: wenn es darum geht dann sind wir nicht so gewöhnt oder ich würde sagen waren wir nicht zu gewöhnen in das Gespräch und in den Austausch zu kommen So, wenn man das jetzt so ein bisschen schwarz-weiß malen würde.

00:03:41: Das klassische Bergvolk, dass er sich die Sachen daheim ausmacht, wenn überhaupt und nicht nach außen geht.

00:03:47: Und da haben wir sicher Aufholbedarf!

00:03:50: Sie haben ja irgendwo gesagt der Südtiroler und die Südturoler in die Zeit immer stärker machen, leisten dieses Szene zusammenbeisen.

00:04:00: Ab wann wird das Gefährlich?

00:04:01: Wann sollte man nicht mehr die Zähne

00:04:03: zusammenbeissen?!

00:04:04: Also Menschen, die es jetzt bei mir auch in der Praxis landen.

00:04:09: Das sind nicht schwache Menschen und das sind auch nicht einfache Menschen, meistens sehr intelligente Menschen, Die aber so eine Idee haben.

00:04:17: ich halte aus Ich beise die Zähne zusammen bis es gar nicht mehr geht Und dann irgendwann kommt die Krise.

00:04:24: also sind starke Menschen die in Krise kommen.

00:04:27: Deswegen sagen wir immer mit einem Gedanken der Prävention Man muss nicht, nicht mehr weiter wissen.

00:04:33: Man muss keine ganz schwere Symptome haben damit man eine Behandlung in Anspruch nimmt.

00:04:41: Wir sind froh, sag ich immer wenn die Menschen früh genug kommen weil und das wissen wir Wenn Menschen früh genug kommen Wenn Sie merken, das ist schwierig.

00:04:50: Der Schlaf ist beeinträchtigt und die Stimmung ist längere Zeit gedrückt.

00:04:54: Dann kann man viel machen!

00:04:56: Und optimalerweise können wir diese Klienten schon nach einigen Stunden wieder in die Selbstständigkeit entlassen.

00:05:02: Wenn man eben die Zähne zusammen beißt und wartet bis die Krise ja gut ist zum Beispiel einen Burnout Das kann dann auch zur Arbeitsunfähigkeit führen für mehrere Monate und da geht es im ersten Moment darum einfach die Krises zu managen.

00:05:16: Aber was ist jetzt das noch?

00:05:17: Normaler eher Patienten, dass sie frühzeitig kommen oder eher in einem späten Stadion wo man dann sagt jetzt muss ich einfach weil das breche ich zusammen.

00:05:26: Sie haben ja auch einmal gesagt bei einem Beinbruch geht jeder schnell zum Arzt ohne lange zu überlegen aber wenn er eine Depression hat dann da auch sehr lange.

00:05:34: Ja, natürlicherweise ist es nicht so leicht festzustellen.

00:05:38: Wann ist eine Traurigkeit?

00:05:41: Eine Ängstlichkeit behandlungswürdig?

00:05:43: Wann scheidet man von normalem Rentsch aus?

00:05:46: Das ist die große Schwierigkeit!

00:05:48: Zu mir kommen Leute früh genug vor allem Junge was ganz toll ist.

00:05:52: wir haben denke ich mit der Prävention einiges erreicht und vor allen die Jungen warten nicht mehr solange.

00:05:58: die beißen eben nicht die Zähne zusammen.

00:06:00: Die rufen eher an und sagen Ich brauche einen Termin und das heute oder morgen, weil mir geht's nicht gut.

00:06:06: Und das ist toll!

00:06:07: Natürlich gibt es einige die auch die zu lange warten.

00:06:10: da bin ich jetzt als private Psychologin vielleicht auch oft nicht mehr die richtige Anlaufstelle, da gehts eher Richtung sanitäre Dienste.

00:06:17: Aber ich würde sagen, square noch das Gemüsepid kommt so ein bisschen alles rein.

00:06:22: Sie haben ja auch viele Jahre die Europäische Allianz gegen Depression und Suizidbekämpfung in Südtrol geleitet.

00:06:28: Und waren auch Fehler für bei der Initiative oder Kampagne, gesunde Psyche, gesundes Land beteiligt.

00:06:35: Ein Ziel war es im psychischen Erkrankungen sichtbarer zu machen – sage ich jetzt mal!

00:06:40: Hat sich das Verständnis in Südtrol für psychische Erkränkungen verändert?

00:06:45: Wir erleben sie das.

00:06:46: Ich würde sagen, es hat sich auf jeden Fall verändert.

00:06:49: Natürlich habe ich auch einen Tunnelblick, weil ich hier viel in diesem Bereich arbeite!

00:06:54: Aber ich denke, die Initiativen sind eben wie gesundes Land, gesunde Psyche gut angenommen worden.

00:07:00: Wir hatten immer Fullhaus und auch als Psychologin, Psychotherapeutin ist mir und uns immer wichtiger.

00:07:08: etwas ist eben die Behandlung und etwas ist schon viel früher.

00:07:11: also die Prävention setzt ja früher

00:07:13: an.

00:07:14: was sicher geholfen hat war Covid.

00:07:16: das war für uns wirklich also die Chance.

00:07:19: es klingt jetzt ein bisschen schräg über psychische Gesundheit zu reden.

00:07:22: Das haben wir Citirol.

00:07:24: Wir haben sie halbgegründet, war eine wunderschöne Erfahrung!

00:07:28: so schwierig diese Zeit auch war.

00:07:30: Wir hatten bald mal dieses Taskforce zusammen, jeder hat zusammen geholfen.

00:07:34: wir haben uns wirklich in unserer Freizeit zusammengesetzt fast täglich und uns überlegt was können wir tun wie können wir eben die Bevölkerung unterstützen?

00:07:42: Ich hatte damals auch ja damals war ich erst seit kurzem Präsidentin der Psychologenkammer das heißt eben natürlich für Citirol zuständig.

00:07:50: aber als Präsidentin ist man auch Teil vom Nationalrat.

00:07:53: also ich habe da quasi auch italienweit der besteht aus Präsidenten von verschiedenen Regionen und Provinzen, das hautnah miterlebt.

00:08:02: Also über ganz Italien wie sich die Pandemie entwickelt hat und was die Fragestellungen waren.

00:08:08: Und da haben wir wirklich total Gas gegeben!

00:08:11: Und ich glaube, das hat insofern geholfen.

00:08:14: Weil viele Menschen eben gespürt haben dass man kein Abo auf die psychische Gesundheit hat aber dass wenn der Alltag sich verändert und manche Sicherheiten von einem Moment auf den anderen wegfallen dass das was mit uns macht und dass man da auch psychisch aus dem Gleichgewicht kommen kann.

00:08:34: Das heißt, für mich war die Erfahrung so, dass viele einfach gemerkt haben, dass die psychische Gesundheit wichtig ist und nicht in die Ecke der Psychiatrie.

00:08:43: oder ich muss, ich sage immer grüne Mäuse sehen dann bin ich eben in der Psychatrierecke und sonst brauche ich das gar nicht.

00:08:52: Es fang viel früher an Was ich oft sage und gern sage die Definition von Gesundheit, von der WHO und das neunzehnt sechsunvierzig also keine moderne Geschichte ist schon biopsychosozial.

00:09:08: Also hier wird die Gesundheit so beschrieben als nicht nur körperliches Wohl befinden sondern auch psychisches und soziales Wohlbefinden!

00:09:17: Und ich glaube dass eben die Covid-Krise das schon noch mal gezeigt hat wie diese drei Faktoren eigentlich zusammenhängen und sich gegenseitig im Wechselwirkung beeinflusst.

00:09:29: Für mich war das dann auch noch mal als Systemikerin, weil das Jahrz ist ja das systemische Institut für Forschung und Therapie Südtirol und da gibt es so einige Grundgedanken oder Theorien die kommen eher von der Soziologie, die sprechen vom Wechselwirkungen und von Systemen.

00:09:46: Deswegen für mich war diese Zeit und eben eigentlich ein Experiment auch dass so nicht replizierbar Und wo ich mir schon mit unserer Denke und mit unserer Haltung einen systemischen Ansatz um einiges leichter getan habe, weil für mich war das so klar dass diese körperliche Krise die medizinische Krise also Auswirkungen haben wird.

00:10:11: Würden Sie sagen, dass – weil man hört ja heute auch immer noch die Folgen und den Nachwählen der Coronakrise.

00:10:17: Es gibt einen Untersuchungsausschuss im Landtag.

00:10:19: Würden sie auch sagen, das diese Folgen der Corona-Krise immer noch so stark sind?

00:10:25: Die Frage kann man auf unterschiedlichen Ebenen beantworten.

00:10:29: Wenn ich jetzt an meine Klientendenke, also vor allem junge Menschen, die zu mir kommen, dann würde ich sagen Ja absolut!

00:10:36: Weil man merkt einfach bestimmte Jahrgänge.

00:10:41: die so in der Mittelschule waren oder den ersten Oberschulen, die haben einfach ein Loch in der Biografie.

00:10:50: Die haben viele Erfahrungen einfach nicht machen können und es ist sehr beeindruckend.

00:10:55: Ich nehme mich immer wieder an der Nase wenn ich nicht daran denke diese Frage zu stellen wie das dann irgendwann mal Thema wird.

00:11:01: und wenn man danach fragt dann gibt es diese ganzen Geschichten ja?

00:11:05: Ich war da im Mittelschool, weil ich hatte nur online Unterricht.

00:11:07: jetzt sehe ich mich schwer mit gleiche Alldringen.

00:11:11: Also ich würde sagen, auf jeden Fall hat es vor allem bei Kindern und Jugendlichen große Nachwähnen.

00:11:20: Es war sehr, sehr prägend, würde ich sagen.

00:11:22: Tatsächlich, weil das würde man eigentlich nicht glauben so.

00:11:25: Und wir haben auch die Hausnummer ist ein Drittel mehr Zugang zu den Dienstens seit damals.

00:11:31: dann und das werden wir nie genau wissen was heißt denn das?

00:11:35: Wir haben gesagt eben vielleicht dass Bewusstsein für die psychische Gesundheit ist gestiegen.

00:11:40: durch die Präventionsarbeit melden sich die Menschen früher.

00:11:44: Das könnte einen Teil der erhöhten Zugänge ausmachen.

00:11:49: Andererseits ist es ein Vergrößerungsglas gewesen für vieles.

00:11:53: Also wer schon etwas ängstlich oder etwas depressiv verstimmt unterwegs war, dem ging schlechter und viele haben daraus wirklich auch eine Schwierigkeit entwickelt die sie nicht mehr allein heiminkommt aber ich würde sagen absolut war das prägend und man sieht's heute noch.

00:12:10: Ich möchte ja nur einen Klammer aufmachen, weil Corona-Krise, man musste ja vieles verzichten.

00:12:15: Man konnte nicht mehr raus und da kommt mir das Stichwort Wein in den Sinn und habe ich gelesen dass sie jetzt markgreifend sind der Zonenrensch Bozenrensch Mark greifender Vino Baden also Ozen

00:12:28: salven schlärm.

00:12:28: genau

00:12:29: Da hab' ich mich schon gefragt wie kommen Sie zum Thema Weiner zu dem Vino Baden?

00:12:35: Danach kommen wir wieder zurück zum Thema Klammer auf, Klammern zu.

00:12:38: Ja ist eine spannende Geschichte!

00:12:40: Ich bin so wie oft in meinem Leben eigentlich ja gefragt worden ob ich dieses Amt übernehme der Marktgräfin da der ehemalige Marktkraft wohlverdient in den Ruhestand entlassen wurde.

00:12:53: die Wino-Barben haben mich eigentlich schon seit Jahren begleitet also hier in der Zone der Leichstraße und Christbistraße aufgewachsen.

00:13:02: ein Teil der Wino Barbengeschichte Der spielte sich damals noch in der Reifeisenpaar ab.

00:13:07: Meine Mama, die hat im Landhaus im Glaspalast gearbeitet und irgendwie habe ich das schon kleine Aufschwung mitgekriegt.

00:13:13: Und was mir immer gefallen hat eben den Jul oder anderen Persönlichkeiten zuzuhören Die haben ihre Geschichten erzählt und die waren auch sehr kreativ und innovativ.

00:13:24: Das hat mich irgendwie so immer fasziniert die Vinobarden so mal in die nächste Generation gehieft werden sollen, habe ich mir gedacht ja eigentlich ist es doch etwas Wertvolles und wenn ich dazu beitragen kann.

00:13:38: Die Geschichte der Vinobaden auch in die Zukunft zu tragen dann mache ich das gerne.

00:13:42: Setzt das da nicht davor aus dass man auch sage ob er ihn trinkt?

00:13:47: Absolut nicht!

00:13:49: Also sie trinken nicht Wein, sind also nicht ein typischer Vino Barde weil die haben ja den Leitspruch sozusagen Wein und Genuss.

00:13:56: Ja

00:13:57: es geht eigentlich um das Wohlergehen der Staatsbürger okay?

00:14:02: Das ist so der einzige oder der wichtigste Fokus der Vino Baden würde ich mal sagen Und das hat sicher mit Essen und Trinken zu tun.

00:14:10: Das kann aber auch Wasser sein!

00:14:12: Es geht, wie Sie sagen, um das Gesellige zusammenzukommen.

00:14:15: Wir erwarten können überall dort eine Markskraft schafft Gründen wo Wein wächst.

00:14:20: also Wein der ist sicher prägend... ...und die Rebe und so weiter und sofort.

00:14:24: Aber es muss nicht sein dass man unbedingt was trinken muss.

00:14:28: Sie haben gesagt, die Arbeit beim Südholen Kinderdorf haben sie genannte und jungliche Betreuung psychisch belasteten.

00:14:36: Wie war diese Arbeit?

00:14:37: Das sind also Kinder, die aus unterschiedlichsten Gründen fremduntergebracht wurden.

00:14:43: Und natürlich, wo ich gearbeitet habe in der Mungenmeinschaft Juwok – das war eine Mungen- meinschaft, wo vor allem also therapeutische Plätze zur Verfügung stehen.

00:14:54: Was bedeutet das?

00:14:56: Ein Priskarte ist eine psychische Diagnose!

00:14:59: Ich war als Psychologin eben zuständig für diese Jugendlichen.

00:15:03: was bedeutet das.

00:15:04: Therapiepläne schreiben Gespräche machen Elterngespräche machen, weil Ziel jeder Fremdunterbringung ist natürlich die Rückführung ins Elternhaus.

00:15:13: Also es ist ganz breit gefächert.

00:15:16: Multi-professionelles Team – ganz toll mit Erzieher und Erzieharinnen mit Ergotterepoiten in Zusammenarbeit.

00:15:24: Und ich denke, dass Kinderdorf macht eine total tolle und wertvolle Arbeit.

00:15:29: Jeder Jugendliche der ins Kinderdorff kommt wird geschaut was braucht er?

00:15:35: Wo können wir ihn unterstützen?

00:15:36: Was braucht die Familie

00:15:38: usw.?

00:15:39: Was für ganz konkrete Probleme haben diese Kinder- und Jugendlichen?

00:15:43: Mit welchen Problemen kann man die zu ihnen?

00:15:45: Die Probleme mit z.B.

00:15:47: schwerwiegenden Verhaltensauffälligkeiten, mit Ardeheiß-, Persönlichkeitsstörungen und depressiven Verstimmungen.

00:15:55: Also ganz unterschiedlich!

00:15:57: Es sind sicher Kinder in großer Not und Familien in grosser Not.

00:16:01: Die Gründe sind sehr unterschiedlich aber nicht eine fremd.

00:16:06: Unterbringung einer therapeutischen Wohngemeinschaft.

00:16:11: Die wird entweder vom Jugendgericht festgelegt.

00:16:14: Das kann sein, dass Eltern in die Überforderung kommen weil die Verhaltensauffälligkeiten so schwer wegen sind.

00:16:20: Natürlich gibt es auch Situationen wo es Kindesvernachlässigungen gibt wo die Eltern also unterschiedlichen persönlichen Gründen nicht in der Lage sind auf das Kind zu schauen und oft ist es eine Kombination von beiden.

00:16:32: natürlich wird versucht in Südtirol ganz, ganz viele Dienste aufsuchende Diensten die die Familie vor Ort unterstützen.

00:16:41: Also bis es zu einer Fremdunterbringung kommt braucht es einiges und vor allem es muss sinnvoll sein.

00:16:47: Die Idee muss sein dort kann dem Kind einfach geholfen werden.

00:16:51: das Kind kann unterstützt werden.

00:16:53: der Jugendliche Der Until ist eben wie gesagt entweder die Rückführungen in die Ursprungsfamilie oder auch vielleicht hängt dann ab Wie alt diese Jugendlichen sind.

00:17:02: oft geht es auch in Richtung Autonomie und in ein eigenbestimmtes Leben.

00:17:06: Da gibt es dann das betreute Wohnen,

00:17:08: usw.,

00:17:08: und so

00:17:09: fort.".

00:17:12: Naar dran gehen in die spannende Welt der Genossenschaften – dem Podcast des Reifeisenverbandes Südtirol heute mit Thomas Hanni.

00:17:24: Sie hören naar daran gehen den Podcast des reifeisen verbandes Heute zu.

00:17:28: Gastpsychologin und Psychotherapeutin Sabine Kagori Gründerin und Opfer der Sozialgenossenschaft Iharz.

00:17:36: Jetzt muss ich doch fragen, also warum sind sie Psychologin geworden?

00:17:40: Warum haben Sie sich für das Psychologie-Studium in Innsbruck entschieden.

00:17:44: Wenn ich ehrlich bin, wäre das so eigentlich eine Notlösung.

00:17:47: Warum?

00:17:48: Also ich wollte mal weg von der Heim!

00:17:49: Das war klar.

00:17:50: Philosophie hat mich total interessiert.

00:17:52: Also mein Herz brannte dafür.

00:17:54: Da dachte ich mir aber unterrichten will ich nicht.

00:17:56: Damals habe ich dann in Salzburg die Aufnahmeprüfung für Physiotherapie gemacht.

00:18:03: während der Maturzeit da haben sie... Ich glaube X-Hundert haben sie Fünfzig genommen, da war ich nicht dabei.

00:18:10: War ja klar!

00:18:11: Da haben Sie mich nicht genommen und da habe ich mir gedacht was mache ich denn?

00:18:14: Es könnte doch ein guter Kompromiss sein.

00:18:15: Versuchen wir es mal.

00:18:17: Mit Psychologie.

00:18:19: Und dann ist daraus ein unglaublicher Werdegang entstanden weil wenn man das Curriculum anschaut... Das ist ja umfangreich und intensiv und ja....

00:18:29: Ja also ich habe mir immer gedacht Angriff ist die beste Verteidigung.

00:18:33: Ich muss da sagen, ich habe mein Studium begonnen und immer nebenbei gearbeitet.

00:18:36: Wusste auch nicht ob ich es schaffe fertig zu machen.

00:18:39: Und was gearbeitet?

00:18:40: Ich habe viel im Gasgewerbe gearbeitet neben dem Studium.

00:18:43: Ich bin dann auch für Red Bull also für Formel I Rennen MotoGP usw.

00:18:50: um die Welt gezogen.

00:18:51: Das ist auch eine ganz, ganz tolle Welt der Rennsport.

00:18:54: Also die Formel i Rennen, die MotoGp Rennen Motocross und hin und her das mal live mitzuerleben Zirkus steckt, das ist total spannend.

00:19:05: Habe ich alles gemacht damit ich so irgendwie mir mein Studium und auch die ersten Jahre meiner Arbeitszeit finanzieren konnte?

00:19:13: Und dann hatte ich noch eine super tolle Idee und ich glaube dass es da auch wichtig wäre wenn ich jetzt zurückblicke nach Heidelberg zu gehen ans Helmstierling-Institut weil ich zufällig doch eine Freundin erfahren habe dass sie tolle Sachen machen!

00:19:27: Da bin ich dann raus fasziniert von dieser systemischen Haltung, von dieser Systemischen Idee.

00:19:34: Und da habe ich nach meinem Psychologie-Studium – wo für uns eigentlich der Psychotherapeut ansteht?

00:19:39: Das wäre so quasi wie die Medizin der Facharzt!

00:19:42: Da habe ich diesen in Deutschland gemacht.

00:19:46: Ich bin systemische Kinder und Jugendlichen Therapeuten und hab das in Heidelberg gemacht.

00:19:51: Wohl wissen dass mir das in Italien gar nichts nutzt Weil – und das ist auch so eine Herzensgeschichte von mir, weil eben die ausländischen Studien nicht konform sind mit der italienischen Ausbildung.

00:20:05: Aber ich wusste da will ich hin?

00:20:08: Das gefällt mir!

00:20:10: Da habe ich das alles abgeschlossen und hab dann im Anschluss, sobald ich in den EOS Sozialgenossenschaft gekommen bin, da habe ich ja sieben Jahre die Kinder- und Jugendpsychiatrie Bruneck leiden dürfen.

00:20:24: Da habe ich meinen italienischen Psychotherapeutin noch mal in Italien gemacht im Bad Oma.

00:20:29: aus diesem Grund haben wir auch seit die Jahrzuzeige in der Wissenschaft gegründet, weil es mir ein großes Anliegen ist vor allem für die deutschsprachige Bevölkerung.

00:20:41: Für uns Fachmenschen!

00:20:43: Wir tun uns total schwer gute Ausbildungen in unserer Muttersprache zu finden.

00:20:48: wir müssen dann meistens nach Österreich, nach Deutschland oder ganz weit weg und das ist kostenaufwendig zum einen.

00:20:55: Zweitens sitzt man wahrscheinlich allein oder magst du mal zur zweiten in meinen Kurs?

00:21:00: Hat tolle Ideen kommt auch Südtirol zurück und keiner versteht einen.

00:21:05: Und ich habe immer bemängelt, dass wir Fachmenschen so wenig im Netzwerk sind.

00:21:10: Ich glaube um im Bereich psychische Gesundheit gut arbeiten zu können muss man wissen welche Dienste gibt es?

00:21:18: Welche Kollegen sitzen da?

00:21:19: Wer könnte der richtige sein als ein Netzwerk?

00:21:21: Aus dieser Überlegung ist eben das Jahr entstanden.

00:21:24: Es ist ein Ort wo mir wichtig ist Interessen zu bündeln tolle Leute herzuholen und dies den Fachmenschen zur Verfügung zu stellen.

00:21:33: Also Fokus der Sozialgenossenschaft ist einfach Netzwerk, Netzwerk in Südtirol, deutschsprachige Ausbildung für Fachpersonen vor Ort.

00:21:42: Ja jetzt hat eine lange Geschichte!

00:21:44: Jetzt gibt es eigentlich schon seit dreißig Jahren viele in Südtirol sehr bekannte Ärzte um.

00:21:50: Psychologen haben vor dreizig Jahren eine Psychotherapieausbildung gemacht.

00:21:54: Damals haben sich in Bozen die Mainländer, das ist deine große Schule, systemische Natur und die Heidelberger getroffen.

00:22:01: Und haben im Jahrz eine Ausbildung gemacht?

00:22:03: Nur Moment!

00:22:04: Die Jahrz gab es schon aber die Sozialgenossenschaft noch nicht.

00:22:07: Richtig damals hat der Jahrz einen Verein gegründet.

00:22:10: Es brauchte natürlich so eine Schachtel, eine rechtliche um eben den Psychotherapeuten zu verleihen.

00:22:16: Es gab zwei Ausbildungskurse damals zum Psychotherapeuten ein oder zwei Lehrgänge zum systembischen Supervisor.

00:22:25: Das war alles so eher handgestrickt und einfach, das Jahrz waren dann jahrelang für Kollegen und Kolleginnen die die Kurse besucht haben eine Möglichkeit Supervision zu machen sich zu treffen aber einen ganz kleinen Ausmaß.

00:22:40: Und damals war es sein Verein.

00:22:42: Irgendwann, da eben nur die ehemaligen Kursteilnehmer irgendwie das Jahr zu frequentierten gab es einen finanziellen Engpass und das Jahr drohte geschlossen zu werden.

00:22:54: Damals habe ich davon gehört, ich war damals mit der EOS-Tozahlgenossenschaft, Geschäftsführerin Barbara Becinini.

00:23:01: In meiner Bücher konnte ich begeistern.

00:23:02: Ich war in der Kindheit Jugendpsychiatrie und er war in einer Wachstumsychiaterie.

00:23:06: Dann haben wir beschlossen, das geht nicht!

00:23:08: Und haben damals das Jahrz in die EOS Sozialgenossissenschaft reingetan als internes Projekt.

00:23:14: Das hatte auch keinen Rechtsstatus.

00:23:16: Als ich zwei neunzehn, zwei zwanzig von der Eos gegangen bin, dann hatten sie auch nicht mehr so Interesse, weil viel doch an meinen Engagschmack... dann habe ich das so quasi mitgenommen und wir haben neu gegründet.

00:23:28: Und ich konnte diese lustren Herren und Damen noch mal dazu gewinnen, mit mir die Sozialgenossenschaft zu gründen wo wir jetzt sitzen.

00:23:37: Dann kann man schon sagen also in Ihnen ist da schon viel Energie und sie wollen Bauern sozusagen?

00:23:43: Ja!

00:23:43: Ich liebe zwar die Arbeit mit meinen Klienten und meinem Patienten aber für mich geht es immer... darum auch Landschaften zu beeinflussen oder Landschaftensimpulse zu geben, weil ich glaube nicht dass wenn man wirklich sich um die psychische Gesundheit kümmern möchte das das nur geht wenn man einzelne Therapiesitzungen Beratungssitzungen macht sondern ich glaube eben ein sehr systemischer Gedanke es geht immer um Kontexte.

00:24:09: Kontext kann man positiv beeinflussend.

00:24:12: also Menschen leben ja nicht allein auf dieser Welt, sondern sind immer in Bezogenheit zu einem Gott.

00:24:18: Und deswegen ist es mir seit jeher wichtig da auf verschiedenen Ebenen Impulse zu geben und mir tut das auch gut.

00:24:26: ich bin seit je her gewöhnt im Verschiedenen auch unterschiedlichen Welten gleichzeitig zu sein Und das gibt mir schon quasi immer einen Blick von außen und ich riskiere nicht wirklich in einem Tunnel zu landen.

00:24:40: Ich denke, da wäre ich auch nicht gut und mir wäre auch sehr langweilig.

00:24:44: Psychologie hat dabei das nicht auch belastet.

00:24:48: Da muss man sich ja immer die Probleme dran hören.

00:24:50: Das muss ja irgendwann auch belasten sein.

00:24:52: also diesen Eindruck hat man jetzt bei Ihnen überhaupt nicht!

00:24:55: Ich denke, man lernt sehr schnell damit umzugehen und es könnte man diesen Beruf nicht machen.

00:25:01: Und das muss man ausprobieren!

00:25:02: Aber ich würde sagen dass mich eben die Klienten in dem Moment sehr sehr sehr berühren natürlicherweise und ich unterstütze sie.

00:25:11: aber es geht dann immer darum wieder auch drei Schritte zurück zu kommen zu reden.

00:25:17: Ich sage immer ganz einfach, wenn ich mich jetzt neben meinen Klienten setze und mit ihm mitteule dann bin ich sehr empathisch aber ich werde nicht unterstützen!

00:25:25: Also es geht darum einen Schritt hin und dann wieder einen Schritt zurück und auch eben immer zu denken was könnte ich beitragen dass der Mensch schnell wieder auf die Füße kommt das der Lösungen für sich findet usw.

00:25:38: und so fort.

00:25:39: Und auch eine systemische Haltung ist wirklich diese Augenhöhe Dass jeder Mensch gute Gründe hat für sein eigenes Handeln und dass wir auch echt und ehrlich Menschen zutrauen, dass sie gut Entscheidungen für sich treffen.

00:25:53: Und das es nicht mich als Psychologin braucht die gute oder schlechtes Wettermacht.

00:25:58: Also auch die Verantwortung liegt auf jeden Fall beim Klären.

00:26:02: Was wäre aus Ihnen geworden?

00:26:03: Weil Sie jetzt nicht Diplom-Psychologen geworden sind Rennfahren!

00:26:08: Keine Ahnung.

00:26:09: Ich bin ein sehr, sehr neugieriges Wesen und ich glaube was schon eine Fähigkeit von mir ist, ist eben diese Neugierende und auch das Spüren wenn etwas wichtig ist so Und keine Ahnung wo ich sonst hängen geblieben wäre.

00:26:25: Ich muss mich wirklich auch bei der Nase nehmen und sagen Sabine nicht zu viel Ich bin jetzt eben auch ehrenamtliche Richterin beim Jugendgericht, ich bin Notfallpsychologin und so weiter.

00:26:36: Ich habe jetzt für mich einmal beschlossen es reicht ja eben die Magda Schaft ist das ist noch reingerutscht aber für mich habe ich beschlossen dass es reicht!

00:26:47: Ich muss sagen was mir sehr am Herzen liegt und ich möchte auch nirgendwo anders sein ist eben die Erzsozialgenossenschaft.

00:26:53: Es ist viel viel viel Arbeit.

00:26:56: Wenn ich irgendwo reininvestiere, dann sicher in das Institut weil ich einfach daran glaube.

00:27:02: Also Sie wissen auch sozusagen selbst wenn man die Notbremse ziehen muss und sie sagen es reicht.

00:27:07: also sie sind jetzt noch kein Fall für eine Psychologe.

00:27:12: Ja, also man muss schon aufpassen.

00:27:15: Natürlich sind wir auch nicht geimpft!

00:27:17: Also es ist immer viel leichter wenn man eben einen Menschen kennenlernt und in Beratung oder Therapie diesen unterstützt.

00:27:25: Und viele Menschen haben auch so die Idee ja du als Psychologin musst doch super sein, du musst alles im Griff haben usw.

00:27:31: und sofort.

00:27:32: das stimmt nicht weil bei sich absolut auch einen blinden Fleck hat.

00:27:38: Und wir dürfen auch Menschen sein?

00:27:40: Natürlich sind wir viel unter Supervision und haben Duels, ich sage immer das Blöde ist!

00:27:45: Wir können nichts zu tun als ob wir das gar nicht merken würden.

00:27:50: Aber natürlich sind wir zum Glück auch Menschen und müssen auch schauen auf unsere psychische Gesundheit.

00:27:58: Ich vor allem, weil ich auch mit der Arbeit beziehungsweise wenn es mir nicht gut geht dann werde ich ja auch niemand helfen können.

00:28:06: Deswegen ist es schon ein hohes Gut für unsere Arbeitsfähigkeit.

00:28:09: Ich habe jetzt schon mehr nur scherzhaft gemeint aber... Ich nehme's ernst absolut!

00:28:13: Es hat sich

00:28:14: gerade angeboten.

00:28:16: Ansonsten wollte ich eigentlich fragen ob nicht die Politik auch noch etwas für sie gewesen wäre?

00:28:20: Weil so Durchsetzungsvermögen und irgendwie eine klare Vision das braucht es eigentlich als Politiker.

00:28:27: Ich weiß nicht, ich muss sagen.

00:28:29: Ich habe meine Arbeit immer in Sozialgenossenschaften gemacht und ich liebe diese Idee von Zusammenhalt und das Teilen und jeden mitzunehmen.

00:28:38: Meine Erfahrung muss ich sagen, auch als Präsident in der Psychologentammer habe ich mir gedacht ja wenn nicht so eine Kinder- und Jugendpsychiatrie, Facharmulanzleite mit achtzehn sehr motivierten aber auch sehr resoluten Frauen dann werde ich das wohl in dieser Kammer machen können!

00:28:52: Und da geht es halt um Berufspolitik.

00:28:54: Da geht's um Berufspolitik und da hab' ich auch gemerkt, da bin ich auch an meine Grenzen gestoßen dass die Karten anders gespielt werden Auch in Rom.

00:29:05: Ich habe immer gesagt zu den Talinen natürlich als Südtirolerin Anonolletura, weil ich es nicht verstanden habe.

00:29:12: Es wird geredet und danach geht's um eigentlich und gehts um ganz was anderes!

00:29:16: Da muss sich auch lernen.

00:29:17: aber sind die Spielregeln?

00:29:19: Und diese Spielregel?

00:29:20: also ich muss auch sagen... Ich hab' nicht mehr kandidiert, ich bin auch zurückgetreten nach meinen vier Jahren weil sie mir verlängern wollten Also die Präsidentschaft der Psychologenkammer und ich muss echt sagen Mir ist vorgekommen dass ich ganz viel Energie und Zeit aufwände, um interne Geschichten zu managen.

00:29:37: Um was weiterzubringen.

00:29:39: Und effektiv habe ich... okay es war natürlich Covid da war halt Krisenmodus aber weitergebracht hab ich nicht viel Im Institut und mit Projekten, Sie haben vorgesundes Land gesunde Psyche gesagt.

00:29:52: Und ganz viele andere Sachen.

00:29:53: Psyhalb da bringt man was weiter und da erreicht man Menschen.

00:29:56: Aber das ist nur meine persönliche Erfahrung wo ich sage lieber investiere ich eben in solche Projekte.

00:30:02: Da kommt mir vor kann ich mehr bewirken als mich jetzt so quasi mit der Politik um man dann zu plogen, wie man es sagt.

00:30:09: Ich gebe gern ganz viel aber für mich muss es auch einfach stimmig sein.

00:30:13: und was ich auch nicht mehr bereit bin mit Menschen zusammenzuarbeiten die einfach nicht freundlich sind oder die nur warten, dass man einen Fehler macht.

00:30:24: Da habe ich einfach keine Lust dazu.

00:30:26: Ich muss auch sagen, ich bin immer auf von meinen männlichen Kollegen super korrekt und fair behandelt worden!

00:30:33: Ich versuche das Gleiche zu geben – in der Berufspolitik habe ich andere Erfahrungen gemacht.

00:30:39: Das ist doch eigentlich eine sehr vernünftige Entscheidung gewesen, weil warum soll man sich da unnötig lagen und in dieses Feld hineinbegeben?

00:30:47: Wenn man sozusagen lieber was anderes tut.

00:30:49: Und lieber selber etwas bewirkt und in der Sozialgenossenschaft kann man das ja... Was soll aus ihnen noch werden?

00:30:56: Was möchten sie noch erreichen?

00:30:58: Mach!

00:30:59: Wenn Sie mich so fragen, ich bin absolut also wenn es weitergeht dann bin ich zufrieden.

00:31:05: Also ich brauche nicht etwas Gutes, was ich mir wünsche dass ich mir weiterhin leisten kann.

00:31:12: eben sagen wir ehrenamtlich also etwas.

00:31:16: natürlich muss man muss man auch Geld verdienen aber sich mehr leisten kann ein Teil von meiner Zeit im Ehrenamt zu investieren.

00:31:24: das würde ich mir wünschen weil es gibt mir auch Freiheit.

00:31:28: In welchem Ehrenamten?

00:31:30: Zum Beispiel die Sozialgenossenschaft, wo ich eher namentlich tätig bin.

00:31:33: Auch im Jugendgericht und so weiter.

00:31:37: Das sind alles, das ist in Vormittage, da sind doch einige Stunden, die man zur Verfügung stellt.

00:31:41: Da kann ich mein Wissen zur Verfügung stellen, jahrelang Kinder- und Jugendpsychiatrie und eben – wir haben ja vorher gesagt – nicht Jugendgerichts.

00:31:49: zum Beispiel kann ein Dekret aufsetzen, dass eine Fremdunterbringung zum Beispiel im Kinderdorf vorsieht.

00:31:56: Und da sitzen wir danach zusammen mit den Richtern und überlegen uns, macht das Sinn wie kann es weitergehen?

00:32:01: Wie kann das ausgehen?

00:32:02: Das sind schwere Entscheidungen und natürlich kann ich mit meinem Fachwissen beitragen.

00:32:07: ja aber ich weiß auch als geht ein Vormittag drauf zwei drei Vormattage im Monat gehen darauf für diesen Dienst.

00:32:12: Und das möchte ich mir leisten können!

00:32:14: Und dass geht jetzt weil das war...das ist ja neu Jugendgericht.

00:32:17: Das mache ich seit diesem Jahr ja.

00:32:19: Ja, ja.

00:32:20: Und wie sind Sie dazu gekommen?

00:32:22: eigentlich

00:32:23: Weil ich mich natürlich, in der Kinder- und Jugendpsychiatrie habe ich immer mit den Kräten vom Jugendgericht zu tun gehabt.

00:32:29: Ich bin auch Supervisorin das heißt ich begleite Teams in den Sozialdiensten Hauspflege usw.

00:32:36: Ich hab mich von außen immer gefragt die sind die Kräte wie ein Stehende.

00:32:40: was haben sich die Menschen gedacht?

00:32:41: Wie könnte man es verbessern?

00:32:43: deswegen ich war unglaublich neugierig wie das dann vonstatten geht.

00:32:47: Und auch der juridische Bereich.

00:32:49: Auch von den Richtern lernt man viel und man sieht halt auch die andere Seite von der Medaille.

00:32:55: Ich muss dann hören, sagen wir haben uns ja vor dem Podcast in der Bar getroffen und sie haben gefragt ob wir einen Kaffee trinken möchten.

00:33:01: da können Sie jetzt so machen dass wir den Podcast einfach beenden wünschen ihnen alles Gute für die weitere Zukunft und dass wir jetzt deinen Kaffees drinken gehen.

00:33:09: Ganz gerne!

00:33:13: Naar dran gehen

00:33:14: in die spannende Welt der Genossenschaften

00:33:18: dem Podcast des Reifeißenverbandes Südtirol.

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