Nach Wissen dürsten
Shownotes
Neugier und Bildung: Warum das Lernen für ihn zum Leben gehört.
Entscheidungen und Konflikte: Mit Unsicherheit umgehen und loslassen können.
Eigenständigkeit und Zusammenhalt: Wie die Raiffeisenkassen gegenseitige Verantwortung leben.
Die nächste Generation: Kindern Raum für ihren eigenen Weg geben.
Kultur und Offenheit: Warum er einen Theaterabend niemals vorzeitig verlassen würde.
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00:00:02: Naar dran gehen in die spannende Welt der Genossenschaften.
00:00:07: Dem Podcast des Reifeisenverbandes Südtirol, heute mit Vicky Rabensteiner.
00:00:16: Wir befinden uns heute am neuen Sitz des Reiveisenverbands in Bozenseut.
00:00:21: Wenn Altgriechisch auf Aktienkurse trifft dann sind wir bei Alexander Gasser.
00:00:25: genau richtig.
00:00:27: Der Bootsman Alexander Gasser ist Rechtsanwalt von Beruf.
00:00:30: Er bekleidet eine Reihe von Ämtern, ist er doch Obmann der Reichweißenkasse Bozen sowie Obmann des IBS.
00:00:37: und ganz nebenbei kulturell äußerst engagiert sitzt er doch im Verwaltungsrat der Stiftung Stadttheater und das Konzerthauses Bozen.
00:00:46: herzlich willkommen Alexander Gasser!
00:00:48: Vielen
00:00:48: Dank für die Einladung.
00:00:51: All diese verschiedenen Funktionen und Ämter in dieser Reifheißenwelt bieten einen wirklich großen Spektrum, in einer Materie die einem sonst eine Regel verschlossen bleibt.
00:01:04: Im Ende des Tages irgendwann muss man sich zu einer Entscheidung buchen.
00:01:07: Ewiger Stillstand geht auch nicht!
00:01:10: Ja wir sind natürlich exoten.
00:01:12: bevor die Reifeißenkasse Südtirol an IBS gegründet haben gab es keins und das gibt bis auf unser IBS bis zum heutigen Tage kein einziges.
00:01:22: Wir haben schon manchmal eine gewisse Schwierigkeit gehabt, zu erklären was wir denn genau sind und wo es sozusagen unsere Modellgrenzen auch liegen.
00:01:33: Gleich eingangs gefragt Alexander du bist Rechtsanwalt Partner einer Anwaltskanzlei Obmann der Rheifeisen Kasse-Botsen.
00:01:41: seit dem Jahr Zwei-Tausendneunzehn nach Obmann von Reifeisen IBS.
00:01:44: Hinzu kommt die Mitgliedschaft im reif heißen Motualitätsfonds unter Bessphize Obmann der RK Leasing.
00:01:51: Was reizt dich an all diesen Aufgaben?
00:01:54: Ich glaube, man muss zunächst einmal auseinanderhalten.
00:01:57: Das eine ist mein Brotberuf also mein bürgerlicher Beruf als Anwalt.
00:02:02: da wächst man natürlich einfach hinein also Oberschulzeit und danach die Entscheidung für ein bestimmtes Studium Über einen gewissen Zufall auch das Anwaltspraktikum begonnen und hatte dann gleich die Gelegenheit, bei dieser Anwalzkanzlei zu bleiben.
00:02:17: Die hat sich dann entsprechend auch vergrößert mit einem relativ früh Partner geworden und bis heute geblieben.
00:02:24: Und das andere sind diese Engagements in der kunderpunkten Reifeisenwelt.
00:02:30: Die entstehen natürlich durch eine Reihe von Zufälligkeiten also zum Beispiel... mich hat einmal ein Anruf eines Freundes-Erreichter war schon Verwaltungsratsmitglied in der Ralfheißenkasse Bozen und er hat mich gefragt, ob ich da nicht Interesse hätte für eine Kandidatur.
00:02:47: Und ja so bin ich dann im Jahr zwei Tausend Sieben der Verwaldungsrater Ralf Heißenkase Bozen gewählt worden und das Ganze hat tot vornehmlich etwas glaube ich mit Neugier zu tun und wie länger man dabei ist wandelt sich oder gesellt sich zu dieser Neugiere auch größeres Interesse hinzu und ja auch vielleicht eine gewisse Begehrlichkeit alles zu verstehen, was dahinter steht die Abläufe noch tiefer in die Materie einzutauchen.
00:03:13: Jedenfalls was ich sagen kann all diese verschiedenen Funktionen und Ämter in dieser reifeisen Welt bieten einen wirklich großen Spektrum persönlich viel Wissen anzueignen in einer Materie, die einem sonst in der Regel verschlossen bleibt.
00:03:32: Du sprichst es jetzt genau an, also du bist in der reif heißen Welt und schreibst das aber mit sich Wissen aneignen.
00:03:38: Kann man das eigentlich zurückführen auf deine Zeit?
00:03:41: Dass du das Franziskana-Gymnasium im Bozen besucht hast und eine klassische Matura erworben hast weil diese Grundlagen würde mir nicht unbedingt gleich mit dem Bankenwesen in Verbindung bringen.
00:03:52: Also ist es eigentlich eben eine klassisch breite Ausbildung die sehr viel Wissen sich aneigen lässt und demnach auch immer im ganzen Leben nach Wissen dürstet?
00:04:04: Ja, also ich möchte jetzt nicht einen Exklusivitätsanspruch für die klassische Bildung reklamieren.
00:04:09: Aber ich glaube schon dass sie vielleicht etwas predestiniert ist für Offenheit, für eben Neugierde sich für das Beschäftigen mit Menschen auch.
00:04:18: Also eine klassischebildung hat glaube ich ganz viel mit Menschen zu tun.
00:04:21: es hat mit Gedanken die Menschen schon vor sehr sehr langen Zeiten hatten zu tun die sich bis heute trafiert haben die man hinterfragen kann, wie man nochmals analysieren kann.
00:04:32: Ich glaube das ist das Wichtigste eben sich diese Offenheit beizuhalten.
00:04:38: Ansonsten war es mich die Oberschulzeit und ich glaube jeden von uns hat die Oberschulzeit grundsätzlich geprägt.
00:04:44: Das ist so irgendwo der Respekt vor Bildung also weniger vor Wissen sondern Bildung ist glaube ich eine Lebenshaltung.
00:04:52: Es hatte das damit zu tun dass man auch erkennt was es sehr viele Wissensgebiete gibt und dass man auf die auch endlich ohne große Vorbehalte zugehen kann.
00:05:05: Und dass man sich näher anschauen kann, dass man auch etwas mitnehmen kann.
00:05:09: Ich glaube von dem her... Es ist jetzt wahrscheinlich auch aufgrund, sagen wir mal, der ganz kleinen Zahl jener geschuldet, die überhaupt eine klassische Natur noch besuchen, dass ich vielleicht irgendwo ein Exot bin in diesen Gremien.
00:05:23: aber ja, ich glaub jeder Unabhängig von seiner beruflichen Ausbildung, wenn er denn die Energie und die Freude und das Engagement mitbringt, können wir auf jeden Fall einen sehr wichtigen Beitrag für unsere Reichweißenwelt leisten.
00:05:36: Die humanistische Bildung besagt ja ich weiß dass sich nichts weiss also dass man immer weitergehen muss weil man nur ein kleiner Teil des großen Ganzen ist.
00:05:45: Du hast dann im Anschluss an deine Matura USE studiert also hast dich in Richtung Rechtsanwalt ausgebildet.
00:05:54: Man muss aber schon sagen, dass mittlerweile in ganz vielen Gremien eine Expertise in Rechtswissenschaften von Vorteil ist.
00:06:03: Also es wird ja immer komplexer.
00:06:05: Weswegen diese Basis schon sehr wichtig ist?
00:06:08: Ja das war so.
00:06:09: also nach meiner Matur habe ich tatsächlich Rechtswissenschaft begonnen und ein Jahr später habe auch noch Betriebswirtschaft hinzugelegt.
00:06:16: Von dem her glaube ich schon da sich einen relativ einfachen Zugang zu diesen Themen die im Bankenssektor abgehandelt werden habe.
00:06:25: Das juristische Wissen erleichtert einen den Sprachizugang zu vielen Texten, also gerade in Bankenwesen.
00:06:32: man hat es mit Vertragstexten zu tun und man hat's mit nomativen Texten ganz im Allgemeinen zu tun.
00:06:37: Und natürlich wenn man in dieser Lektüre geschult ist ja kommt man einfach leicht an die Materie hinein schafft das vielleicht schneller als andere herauszufiltern wo dann wesentliche Passagen sind und wo vielleicht nur einfache Wurzeln sich aufgebaut haben.
00:06:51: Was Juristen vielleicht auch noch können, Juristen sind glaube ich Menschen die schon mit einer gewissen Demut zur Kenntnis nehmen dass die Welt sehr komplex ist.
00:07:03: Dass man nicht alles entgegengesetzlichen Vorgaben in irgendwelche Schachteln packen kann und gewisse Entscheidungen werden dann einfach getroffen, auch im Rahmen einer gewissen Unsicherheit.
00:07:15: Also Juristen werden eigentlich schon in Regelfall darauf getrimmt irgendwann zu einer Entscheidung zu gelangen und man weiß dass diese Entscheidung nie auf einem perfekten Informationsbasis beruht.
00:07:26: aber irgendwann muss eine Entscheidung fallen.
00:07:28: und glaube das ist ein Mehrwert den man im juristischen Studium natürlich noch mehr in der juristische Arbeit erwerben kann
00:07:36: Kann es aber nicht vernachteil sein wenn dass juristische Denken anwendet, dass man überall die Fallstricke und die Falttüren sieht.
00:07:45: Und dann das große Ganze aus dem Auge verliert und sich nicht getraut mutige Entscheidungen zu treffen, weil man immer schon einen Rekurs im Hinterkopf hat?
00:07:54: Ja natürlich kann man das ja immer berücksichtigen aber ich glaube einen guten Juristen zeichnet es aus, dass er am Ende des Tages trotz des Wissens um Möglichkeiten, dass fallstrickel vorhanden sind, dass sich Rekoursmöglichkeiten eröffnen.
00:08:08: Irgendwann muss man sich zu einer Entscheidung durchrengen, wie ich vorher gesagt habe.
00:08:12: Ewiger Stillstand geht auch nicht und wenn man das vielleicht dann noch etwas tiefer reflektiert zum Beispiel auf unser gesamtes Rechtswesen so wie wir es im klassisch mäßlichen Sinn erkennen hat ja auch einen durchdeklinierten Entscheidungsprozess.
00:08:26: Sie können etwas anfächten Dann können sie eventuell nochmal in eine Berufungsinstanz gehen Und vielleicht gibt's dann je nach Rechtsordnung unterschiedlich noch eine dritte und in aller Regel letzte Entscheidungsinstance.
00:08:36: Das heißt Der Fehler ist zwar Teil des Systems, aber irgendwann wird er ausgebühlt im Sinne, er wird stehen gelassen und so hat sich dann das Ganze zu verhalten.
00:08:47: Also die Noten schafft auch eine Wirklichkeit, die dann frei von diesen möglichen Anfechtungen, Fehlern, Fallstrecken ist.
00:08:54: am Ende gibt es eine Entscheidung, die auch unangefochten bleibt.
00:08:58: Du hast dir selbst im Leben ja nicht ganz einfach gemacht.
00:09:01: Du hast gesagt, du hast Rechtswissenschaften studiert, hast dann auch Betriebswirtschaft angehängt und bist dann später auch noch Mediator am Schiedsgericht geworden.
00:09:09: Wieso diese Mehrfachstudien?
00:09:12: Du hättest es dir vielleicht auch einfacher machen können.
00:09:16: Ja also diesen... Gut gemeinten Hinweis, den ich glücklicherweise auch gefolgt bin nach Betriebswirtschaft zu studieren.
00:09:25: Den hat mir mein damaliger dann später Seniorpartner gegeben und ich bin wirklich zufrieden also weil natürlich klassische Ausbildung handelsrecht oder sowas das war ein komplett neuen Land für mich nicht und man bekommt eigentlich schon wieder viel mit dann einige fachspezifische materien belegen können.
00:09:48: in zweiten, sozusagen Studienhälfte der Betriebswirtschaft eben.
00:09:52: Da habe ich betriebliche Finanzwirtschaft und von dem her auch ein bisschen das Interesse und die Leidenschaft alles was rund um Kapitalmärkte Entscheidungsmechanismen wieder hinterstehen also Informationseffizienz oder so was auch immer Und das ist schon etwas Schönes.
00:10:06: Mediation.
00:10:07: Mediation ist glaube ich etwas ganz Wichtiges Das ist etwas mehr als Verhandlungstechnik Es ist auch eine Ein Lernprozess, sich in das Denken anderer Menschen hineinversetzen zu können und vielleicht auch einen unaufflösbaren Konflikt als solchen Städten zu lassen.
00:10:24: Und so akzeptieren, dass diese Spannung weiterhin bestehen bleibt.
00:10:27: Gerade im unserer juristischen Tätigkeit ist es ein wichtiges Instrumentarium und es erleichtert einen auch manchmal eine etwas distanziertere Sichtweise zu haben die wir ja ohnehin als juristische Beleiter unserer Mandanten haben sollten.
00:10:42: Ja, du sagst das man sollte eigentlich eine gewisse Distanz einhalten.
00:10:46: Wie ist es aber in bestimmten Fällen?
00:10:49: Man kommt den Menschen doch in ihren Schicksalen sehr nahe.
00:10:52: wie schafft man es eben eine gewissen Mauer zu ziehen oder dann noch wieder soweit mitzufühlen um dem Mandanten oder die Mandantin bestmöglich verteidigen zu können.
00:11:04: Das ist glaube ich ein relativ schwieriger und komplexer Prozess den man immer wieder neu aufsetzen muss.
00:11:12: Man muss sich das glaube ich auch selber so verinnerlichen, dass man sagt habe ich noch die nötige Distanz und noch den nötigen professionellen Blick auf das Ganze oder bin ich jetzt mittlerweile auch schon gefangen.
00:11:24: Viele Mandanten sind in einem Konflikt sprichwörtlich gefangen also den konflikt loszulassen bedeutet für sie auch einen durchaus schmerzhaften Prozess weil dieser konflik sozusagen ihr Leben und auch ihr Denken und oftmals auch ihre Daseinsberechtigung bestimmt eine Zeit lang Dieses Muster aufzubrechen, das kann schmerzhaft sein und man muss sich natürlich hüten sozusagen hier die Distanz zu verlieren.
00:11:46: Also es gibt mehr Möglichkeiten wie beispielsweise sind ja ein relativ großes Team in unserer Anwaltskanzlei also bei uns gibt es auch regelmäßigen Austausch zuneint einen Fachgebieten speziell im Familienrecht dass jetzt eine ziemlich konflikt beladene Materie sein kann, tauschen sich die Kolleginnen und Kollegen immer wieder aus.
00:12:09: Allein schon das Hinterfragen – was mache ich?
00:12:12: Bin ich jetzt zu tief drinnen?
00:12:13: Habe ich den wichtigen Entscheidungsprozess aufgesetzt?
00:12:18: Das hilft natürlich auch immer wieder diesen Schritt zurückzumachen um diese nötige Distanz beizubehalten weil am Ende soll der Mandant gewinnen.
00:12:28: Der Mandant hat wenig davon dass es nur auf der Gefühlslage ist alleirter bin, braucht ja eigentlich jemanden der ihn auch irgendwie challenged und sozusagen am Ende muss eine Reality-Check stattfinden von dem was machbar ist.
00:12:42: Und von dem das vielleicht nur wünschenswert ist aber nicht umgesetzt werden kann und sozusagen diesen Konflikt und den Leidensprozessen wo verwendet.
00:12:49: Wie kann man sich das vorstellen?
00:12:50: Ist bei diesem machbaren Aspekt vor allem die Mediation, die vielleicht den letzten guten Schritt gehen kann?
00:12:57: Ja mediation wenn sie richtig aufgesetzt wahnsinnig wichtiges Instrument, also die richtige Mediation setzt ihr Folgendes voraus.
00:13:07: Sie setzt vorauss, dass alle Parteien freiwillig an einem Tisch sitzen und diese Freiwilligkeit während des ganzen Prozesses aufrecht erhalten bleibt.
00:13:13: Das heißt, während das Mediationsprozess habe ich immer einen Kipppunkt, an dem jemand quasi aufstehen den Raum verlassen um die Mediation beenden kann.
00:13:22: ja aber gerade dieser Freiwilligkeiten.
00:13:24: und je länger man sozusagen diesen Prozess drinnen bleibt und sozusagen auch es schafft, mit Hilfe der Mediatorin des Mediators diese Spannungen auszuhalten was das gegenüber auch an Schmerzhaften mir ausrichtet.
00:13:36: Je länger man in diesem Prozess drin ist umso unwahrscheinlicher wird es dass man diesen Prozess verlässt und um so wahrscheinlicher wird es, dass irgendwo eine abgestimmte Lösung die dann normalerweise tragfähiger ist als von außen auf auktorierte Lösungen erarbeitet wird.
00:13:52: Jetzt spanne ich ein wenig einem weiten Bogen.
00:13:55: Es geht um die Freiwilligkeit und um den Zusammenschluss, sodass Zusammenkommen vieler.
00:14:00: Und zwar gehe ich zum IPS, Rheifeisen-IPS.
00:14:03: Könntest du unseren Hörern kurz erklären was es damit aufsicht hat?
00:14:07: Welche Funktionen und was deine Funktion innerhalb dessen als ob man der Rheiffeisen-Sydroll-IPS Genossenschaft ist?
00:14:14: Okay gut herrkules Aufgabe!
00:14:16: Die reifheißen Kassen in Südtirols waren eigentlich schon immer von eh und je solidarisch untereinander verbunden.
00:14:23: Das heißt, wenn es in früheren Jahrzehnten irgendwelche Krisenfälle gab dann hat man auch mit Hilfe organisatorischen Backgrounds der Zentralstrukturen namentlich des reifweißen Verbands versucht diese Probleme wieder in den Griff zu bekommen.
00:14:38: und Fakt ist auf das niemals irgendwo sozusagen Geld verloren gegangen ist oder öffentliche Hilfsmittelbeanspruch worden sind.
00:14:45: so Irgendwann im Jahr hat es dann eine Reform des italienischen genossenschaftlichen Bankensektors gegeben.
00:14:53: Und dort wurden alle italienische Rifeisenkassen von Brenner bis Sizilien dazu gezwungen, sich einer Bankengruppe anzuschließen.
00:15:01: Das heißt, es wäre geplant gewesen... Es gibt eine Konzernmutter und dieser Konzertenmutter nach- und untergehundert sind die einzelnen Rifeisenkasseln.
00:15:09: Diese Konzertenmutter übt sozusagen auch die Kontrolle Und B, sozusagen gibt es ja auch die wirtschaftlichen Vorgaben wie das Geschäftsmodell aufgesetzt werden muss vor.
00:15:19: Natürlich waren auch die Ralfeißenkassen Südtirols von dieser Reform betroffen und während dieses Reformprozesses hat sich dann nochmals eine neue legislative Möglichkeit da eröffnet anstelle dieser genossenschaftlichen Bankengruppe ein sogenanntes IBS zu begründen.
00:15:35: Was ist das?
00:15:35: Das IBS ist eigentlich nichts anderes als eine Trägereinrichtung mit der die Liquidität und Solvabilität unter diesen Banken, wie es sich einem EPS anschließend gewährleistet wird.
00:15:48: Das heißt das ist eine wechselseitige Solidarhaftung für Verbindlichkeiten, die ein Institut gegenüber seinen Kunden hat.
00:15:58: Und damit ist gewährleistet dass diese Südtirolereifeisen-Kassen mit ihrem Kapital sozusagen dieses Zusammenführen auch als quasi aufaggregiertes Haftungskapital möglich.
00:16:10: bemerkenswerte Summe.
00:16:11: Also wir sprechen bei den Südtiroler Reifeisen Kassen davon, dass wir auf EBS-Ebene drei Komma drei Milliarden Eigenkapital haben und ich glaube das ist auch eine Sicherheit für unsere Bankkunden und Kunden weil man sagen kann es gibt nicht nur den gesetzlichen Einlagensicherungsfonds denn ja alle Bankinstitute in der Unterlegen also praktisch bis hunderttausend Euro sind alle Sicht einlagen ohnehin gedoppelt.
00:16:36: aber bei uns kommt noch ein zusätzlicher Mechanismus davor der dem Ganzen sozusagen vorgeschaltet ist.
00:16:41: Also wir wenden im Zweifelsfall die Krise, die bei einem Bankinstitut auftreten sollte schon im Vorhinein ab und schöpfen wir es gar nicht diese Möglichkeit des Einladensicherungsfonds aus.
00:16:54: Man muss sich das vorstellen... Es gibt dann praktisch eine Drehreinrichtung.
00:16:58: Das ist die PS-Genossenschaft wo ich eben oben bin.
00:17:01: Und die übt sozusagen eine laufende Kontrolltätigkeit aus.
00:17:05: Weil
00:17:05: man vielleicht den Hörern auch sagen sollte, dass jede Kasse ja für sich, also per se eigenständig ist und wenn es steht und fällt dann wird der IBS einspringen können?
00:17:15: Richtig!
00:17:15: Also jede Reifeisenkasse ist ein autonomes Rechtsgebilde agiert als Bank unabhängig.
00:17:20: Die IBS-Genossenschaft hat keinerlei Vorschriftsmöglichkeit zum Beispiel zum Business Model wie viel ich aus Provisionverträgen generiere oder wieviel ich aus Kredit einnahm, generiere.
00:17:33: das ist sozusagen Sache der Entscheidungsfindung der jeweiligen Kasse und ihrer Geschäftsführung und des Verwaltungsrates.
00:17:41: Und die IBS-Genossenschaft beschränkt sich darauf im wesentlichen Risiko, kennt sie von zu überwachen und die Einhaltung deshalb.
00:17:48: Also man setzt gewisse Leitblanken und innerhalb dieser Leitbanken sind und agieren die Reifeisenkassen aber weiterhin autonom So wie sie eigentlich von ihrer ursprünglichen Konzeption immer geplant waren, dass sie sozusagen das Tätigkeitsverord mit Krediten und Bankdienstleistungen versorgen können.
00:18:05: Ohne die latente Gefahr, dass sozusagen aus irgendeiner zentrale Weltmittel abgeschöpft werden und gewisse Gebiete langsam ausdrucken.
00:18:19: Der Bootsman Alexander Gasser ist
00:18:26: Rechtsanwalt vom Beruf.
00:18:32: Er bekleidet eine Reihe von Ämtern, ob man der Reichweißen Kasse bot und seit dem Jahr zwei Tausend Neunzehn auch ob man von Reichweizen IBS.
00:18:42: Du bist sicher auch italienweit im Austausch mit anderen Genossenschaftsbanken?
00:18:46: Wie wird Italienweit das Südtiroler-Modell gesehen?
00:18:50: Ja wir sind natürlich exoten.
00:18:52: also bevor die Reichweissenkassen Südturol an IBS gegründet haben gab es keins und das gibt auch bis auf unser IBS, bis zum heutigen Tage kein einziges.
00:19:02: Wir haben in den ersten Jahren auch des Austausches mit anderen Genossenschaftsbanken z.T.
00:19:07: auf der Aufsichtsbehörde schon manchmal eine gewisse Schwierigkeit gehabt zu erklären was wir denn genau sind und wo sozusagen unsere Modellgrenzen liegen.
00:19:17: aber ich denke dass hat sich jetzt gewandelt.
00:19:19: also wir werden durchaus als Realität wahrgenommen im letzten Sommer an einer Fachdauer in der Universität Katalika in Mailand teilnehmen können, als Vertreter des IBS und sozusagen auch an einem Fachpublikum nochmal unsere Realität oder unseren Werdegang hin zu IBS vorstellen können.
00:19:36: Also man wird wahrgenommen natürlich sind wir eine kleine beschränkte ökonomische Realität, wir sind ja nur begrenzt auf Citirol aber es ist natürlich, er hat einen eine gesunde und das hat sicherlich auch ein Modellcharakter.
00:19:50: Berufliche rund um dich, aber du bist natürlich auch kulturell sehr aktiv.
00:19:54: Ich habe es eingesaugt.
00:19:56: Du bist Vizepräsident der Vereinigten Bühnen Bozen und zudem seit des Zwei-Tausen-Zwanzig als Vertreter des Landes im Verwaltungsrat der Stiftung Stadttheater und des Konzerthauses Bozen berufen.
00:20:08: Woher rührt dieses Dein Engagement in Kulturbereich?
00:20:12: Ja also Kultur glaube ich war schon immer Bestandteil unseres Lebens.
00:20:18: Das kann jetzt ganz banal klingen, mein Vater war in der Musikkapelle.
00:20:23: Während der Oberschulzeit natürlich die ganze Literaturunterricht, da war ein bedeutender Baustein sozusagen eine Ausbildung und auch da bin ich irgendwie über Zufälligkeit hineingerutscht in diese Ämter.
00:20:33: Die Vereinigten Bühnen Bootsen sind schon seit langer Zeit ein Sponsor-Partner.
00:20:38: Da reifassen keine Bootsun und irgendwann mich dann der damalige Präsident Thomas Seber gefragt habe, ob ich den nicht Lust hätte einen Verwaltungsrat mitzuwirken.
00:20:47: Das ist etwas ganz Spannendes, weil es eine komplett andere Welt.
00:20:51: Man sieht sozusagen den gesamten Produktionsprozess eines Theaterstücks mit den Städen und der Austausch, also einen Intendanten oder auch Mitschauspielern mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dieser Vereinigten Bühnenbootseln – das ist ganz interessant!
00:21:06: Also man muss sich das ja so vorstellen, dass es das einzige selbst produzierende Theater in Südholen auch mit professionellem Charakter.
00:21:14: Wenn jemand eine Aufführung besucht Das Bühnenbild stammt aus der Werkstatt.
00:21:18: Da feinlichen Bozen, die sich hier im Bozen Südach befinden.
00:21:23: Es wird ein ganz spannender Prozess.
00:21:26: Darf man als Verwaltungsrat nur für das Finanzielle mitreden?
00:21:31: Oder werden auch kulturelle Aspekte des Programms selbst diskutiert oder einfach nur vorgestellt?
00:21:39: Also unsere Einstellung und Grundhaltung in dem Verwaltungsrat ist die Künstlerische Leitung, also von der Auswahl der Stücke bis zur Ausgestaltung derselben in der Aligning-Entscheidungshoheit der künstlerischen Impendanz liegt.
00:21:53: Ich glaube unsere Aufgabe als Verwaltungsräte ist es auch den Rücken hierfür zu stärken dass diese künstlersche Freiheit besteht.
00:22:00: wir müssen uns hier operativ überhaupt nicht ein und schauen sozusagen das ganze Administrativ läuft.
00:22:05: ja.
00:22:06: Und was war für dich letztendlich ein besonders gelungener Theaterabend oder Konzertabend, den wir besuchen dürfen?
00:22:11: Ja die Premiere jetzt von Eva Schläft.
00:22:14: Die meisten Vorstellungen sind jetzt ausverkauft.
00:22:16: es gibt noch einige Karten für Aufführungen.
00:22:19: ich würde sie jeden und jeden ans Herz legen.
00:22:22: Es ist eine Geschichte, die unsere Südtiroler-Geschichte reflektiert und ganz allgemein vielleicht kann man dazu sagen... ...die große Leichtung von Kultur besteht auch darin dass man die Möglichkeit hat etwas mal aus einer anderen Perspektive zu sehen auf einer Bühne.
00:22:37: Das kann auch irgendwo eine andere Kunst vor uns sein, wird ja immer etwas ausverhandelt und ich muss mit dem ja auch nicht einverstanden sein.
00:22:45: aber ich bekomme sozusagen einmal einen Zugang gefiltert auf eine andere Sichtweise.
00:22:51: möglicherweise stehe ich auf und sage das war jetzt überhaupt nichts.
00:22:54: Du bist noch nie gegangen also bis noch nie?
00:22:57: Also im Gärtner bin ich noch nie.
00:23:00: Gut, das ist jetzt ein unterschiedlicher Zugang.
00:23:02: Mein Zugang ist ... Das gebietet schon einmal der Respekt.
00:23:05: Es gibt Menschen die studieren das ein Die haben meine Vorstellung was sie aufführen.
00:23:10: Ich kann mich danach auch gerne und gut kritisch damit auseinandersetzen.
00:23:14: aber Deratersaal verlassen Nein.
00:23:16: Also wäre für mich keine Option.
00:23:19: Bei all deinen Tätigkeiten.
00:23:21: Und jetzt das Kulturelle Ist natürlich auch Ein Hobby Bleibt dir noch Zeit Für andere Hobbys.
00:23:29: Ja, Zeit muss man sich halt nehmen und einteilen.
00:23:32: Dann bleibt sie schon.
00:23:33: Also ich glaube das hängt vielleicht jetzt etwas auch mit der Intensität des Erlebens zusammen.
00:23:39: Es ist ja nicht so... Wenn ich vielleicht etwa eine Stunde lang schön und intensiv erlebe dann kann das den gleichen Genuss oder Mehrwert bieten oder Holungswert wenn ich etwas vier oder fünf Stunden einfach so grusam vor mich hinplatschen lasse.
00:23:55: Ich nehme mir auf durchaus meine Zeit, also ob es jetzt für Sport oder Lesen mit Freunden eine gemeinsame Zeit zu verbringen ist.
00:24:02: Die müssen sich halt suchen.
00:24:04: Wie sieht denn für dich ein idealer Freiertag aus?
00:24:08: Ein Freiertage!
00:24:09: Man muss auf jeden Fall mit einem guten Kaffee beginnen.
00:24:11: Also ohne Kaffees... ich würde nicht sagen dass ich unleidlich bin aber mir fehlt da schon was.
00:24:16: Das ist glaube ich etwas auf das ich nicht verzichten möchte und dann ja ganz unabhängig davon, was es dann wird.
00:24:25: Einfach Freude mit in den Tag zu pengen.
00:24:27: und ob das jetzt bei einem frühmorgendlichen Sport ist oder wenn man einen Ausflug macht aber wenn man auch nur ganz gemütlich Zuhause sich gemütliche macht und eben ein Buch liest.
00:24:38: Was auch immer.
00:24:39: Du hast es mir eingangs gesagt du hast zwei erwachsene Söhne.
00:24:43: Wie ist es als erfolgreiches Elternteil?
00:24:46: Hegt man dann hohe Ansprüche an die Karrieren der Kinder, erwartet man von ihnen viel oder lässt gelingt es dir persönlich dem ganzen freien Lauf zu lassen?
00:24:57: Also ob ich jetzt wirklich so erfolgreich bin dass sich einen Druck weitergebe weiß ich nicht.
00:25:02: Ich glaube das ist insgesamt die große Schwierigkeit einer Elternschaft ja, dass man nicht eigene Vorstellungen und Wünsche auf die Kinder reflektieren sollte.
00:25:11: ein Austarieren immer wieder.
00:25:14: Ich glaube, jeder von uns wünschte ich, dass Kinder erfolgreich unter Anführungszeichen sind.
00:25:18: Also das ist... Dass sie etwas finden mit dem sie glücklich sein können und von denen sie natürlich auch irgendwo leben können.
00:25:27: Von daher, glaube ich, wünschen sich die meisten Eltern einen etwas langweiligen Lebensweg für die Kinder und der wird halt nicht immer erfüllt.
00:25:35: Ich glaube man muss eben wirklich darauf schauen und sich dann auch damit begnügen, Kinder am Ende glücklich sind mit dem, was sie tun hat machen.
00:25:46: Das ist jetzt schon eine schöne Brücke.
00:25:47: zu meiner allerletzten Frage – eine ganz persönliche Frage an dich!
00:25:52: Wann bist du Alexander am glücklichsten?
00:25:54: Wann bin ich hier am
00:25:55: glücklichsten?!
00:25:56: Es gibt jetzt glaube ich keinen spezifischen Moment den ich beschreiben würde.
00:26:00: das wäre der glücklichste.
00:26:02: Glücklich bin ich immer wieder wenn etwas eine Aufgabe oder ein Projekt erledigt ist und dass man zurückschauen kann und sagt trotz Aller Lücken oder Mängel, die es dort gegeben hat.
00:26:13: Am Ende ist das gut geworden.
00:26:14: Ich glaube, dass und wenn man vielleicht dann irgendwann einen kleinen Beitrag geleistet hat ... Die Welt vielleicht ein klein bisschen zumindest nicht schlechter zu machen.
00:26:23: Ich glaub ich, dass es etwas was einem Glück bereiten
00:26:26: kann.
00:26:26: Ich danke dir Alexander für dieses sehr interessant und offene Gespräch!
00:26:31: Das war unser Gast Alexander Gasser.
00:26:33: Danke Ihnen liebe Zuhörerinnen und Zuhöre fürs dabei sein Und hören Sie wieder rein in unseren Podcast Wenn es heißt Nah dran gehen, Menschen und ihre Geschichten in Südturals reifeißen Genossenschaften.
00:26:45: Danke fürs dabei sein!
00:26:59: Dankeschön.
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